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Dibre Emeth · 1847-04-01 · Heft 4 (April 1847) · page 9

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 4 (April 1847)
Date
1847-04-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Hause des Herrn." Ist das denn auch derselbe Jeremias, der oben alles Opferwesen nicht bloß als unnütz, sondern sogar als widergöttliche Einrichtung darzustellen scheint, während er hier die Fortdauer desselben als besonder« göttlichen Segen verheißt? — Und wenn er mit seinem Seherblick die Tage des Messias schaut, erhebt er fröhlich seine Stimme und spricht Kap. 33, 14. rc.: „Es kommen Tage, spricht der Herr, da ich das gnädige Wort erfüllen will, welches ich vom Hause Zuda und über das Haus Israel geredet habe. Zn denselbigen Tagen und zur selbigen Zeit will ich dem David einen gerechten Sproß sprossen lassen, der Recht und Gercchtigkeit übt im Lande. Zn denselbigen Tagm soll Zuda geholfen werden und Israel sicher wohnen, und also wird man sie nennen: Herr, unsre Gerechtigkeit. Denn so spricht der Herr: Es soll dem David nie an einem Manne fehlen, der da sitzet auf dem Throne des Hauses Zsrael's, und den Priestern und Leviten soll es nie fehlen an einem Manne vor mir, der da Brandopfer opfert und Speisopfer anzüudet und Schlachtopfer verrichtet ewiglich." Za sogar B. 22.: „Wie man des Himmels Heer nicht zählen, noch den Sand am Meere messen kann, also will ich mehren den Samen David's, meines Knechtes, und die Leviten, die mir dienen." Den reichen Znhalt dieser Weissagung zu entwickeln, ist jetzt nicht meine Aufgabe; ich habe nur den einen Punkt hervorzuhcben: ein Prophet, der das ewige Bestehen des levitifchen Priesterthums und der Opfer, ja sogar die zahllose Mehrung der Leviten als einen Gottessegen in der mesflanischen Zeit verkündigt — der sollte das Entstehen dieses Priesterthums und diejer Gebote über Opfer u. dcrgl. für eine traurige Verirrung des menschlichen Geistes, ja für ein Werk des gottlosen Bettuges ansehen? Der sollte die Opfer ganz und gar verwerfen? Und wie bejammert derselbe Prophet in seinen Klageliedern (Kap. 1, 4. 2, 1. 6. 4, 1. rc.) die Zerstörung des Tempels, das Aust hören der Festtage und Opfer als die bittte Frucht der Sünde des Volks! „Die Wege nach Zion trauern, weil Niemand auf ein Fest kommt; alle ihre Thore sind öde, ihre Priester seufzen.

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