Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 4 (April 1847)
- Date
- 1847-04-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Frevel und (b. h. Hand in Hand gehend mit) Festversammlung" in der Mitte; „eure Hände sind voll Bluts" am Ende. — Werwollte mit kürzern Worten eine treffendere Schilderung derer liefern, die sich mit ihrem Munde zu Gott nahen und mit ihren Lippen ihn ehren, aber mit ihrem Herzen ferne von ihm sind! Wahrlich, ein solches „Erscheinen vor seinem Angesicht" hat der Herr nicht „gefordert", obgleich (5. Buch Mos. 16, 16.) allerdings „gefordert" ist: „Drei Mal des Zahrts soll alles, was männlich ist unter dir, vor dem Herrn, deinem Gott erscheinen an der Stätte, die der Herr erwählen wird." — Ob aber jene Strafe auch den trifft, der aus der Tiefe eines aufrichtigen Herzens beten kam: „Herr ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt?" (Psalm 26.) So wird es uns denn, da wir den Schlüssel zu jener scheinbar so harten Rede kennen, nicht befremden, wenn derselbe Prophet Zesaias in Kap. 56, 7. sagt: „Zhre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar." Denn warum Gott an diesen Opfern Wohlgefallen hat, enthält das Vorhergehende: „Die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen, ihm zu dienen und seinen Namen zu lieben, seine Knechte zu sein, alle, die den Sabbath bewahren, ihn nicht zu entheiligen, und festzuhalten an meinem Bunde; die bringe ich zu meinem heiligen Berge und erfreue sie in meinem Bethause." Solche wahrhaftige Anbeter im Geiste und in der Wahrheit will der Vater im Himmel haben. (Evang. Joh. 4, 23.) Ehe wir das Zeitalter des Zesaias verlassen, wollen wir zuvor noch die Stimmen einiger von seinen Zeitgenossen hören.— Hosea, Zoel, Amos, Micha, führen denselben Kampf auf dieselbe Weise. Durch Hosea's Mund droht der Herr (Kap. 2, 13; (im Deutsch. V. 11.): „All' ihrer Freuden mache ich ein Ende, ihren Festtagen, ihren Neumonden und ihren Sabbathragen und all' ihren Feiertagen." Dürfen wir uns aber wundern, da er „mit den Bewohnern des Landes einen Streit" gar ernster Art hat? „Es ist keine Treue, keine Liebe, keine Erkenntniß Gottes im Lande. Schwören und Lügen und Morden und