Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- Heft 3 (März 1847)
- Date
- 1847-03-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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48 Interessant war die Etscheinung eines 66jährigm Mannes, eines Eiferers für das Gesetz. Er gab mireine kabbalistische Erklärung über die ersten beiden Wörter in 3. Mos. 26,9: ’npro * DX Indem jeder Buchstabe als Anfang eines Wortes gilt, kommt heraus: Die Christen ftagen die Juden: „Wo ist euer Gott?—Im Himmel lebet er ewig".— Nun wird wieder von vornangefangen: Die Juden ftagen die Christen: „Wo ist euer Gott? Zn Btthlehem liegt er begraben auf ewig". — Bei der Anführung von 5. Mof. 13. stellte er die ihm sehr wichtig scheinende Frage auf: Warum steht denn in VerS 7, "]OX-p (Sohn Deiner Mutter) und nicht fOX-p (Sohn deines Vaters)?— Es soll darin eine Hindeutung auf Iesum als uneheliches Kind liegen. — H. entgegnete ihm mit der Frage, ob er Jakobs Söhne von den beiden Mägden auch Hurenkinder nenne; die Brüder konnten sich unter einander, wenn einer seinen leiblichen Bruder nahwhaft machen wollte, nicht anders bezeichnen als durch ''DU -p(Sohn meiner Mutter). — Dies schien des Eindrucks bei ihm nicht zu verfehlen. — Es wurde ihm das in'S Ebr. übersetzte englische Gebetbuch geschenkt. Er sah aus demselben, daß wir nicht Heilige anrufen, und freute sich besonders über das Sündeubekennmiß. — An seinem alten Iudenchume hielt er so streng, daß er erklärte, er wolle sich eher verbrennen lassen, als von der alten Satzung abgehen und mit den berliner Reformern dm 2ten Feiertag beim Neujahr aufgeben. — Am Abende stellten sich einige Knaben ein, die um Traktate baten. Ihnen legte ich Ps. 119,8 ans Herz, den mit anwesenden Sltem Leuten aber'Ies. 5 vom Weinberge des Herrn. Viel Freude machte uns der 13jährige Sohn eines Kaustnanns. Er übersetzte sehr fettig aus dem Thenach und gab, als wir ihn katechisirtm, sehr beftiedigende Antworten. Auf seine wiederholte dringmde Bitte erhielt r» ein N. T. — Wir lobten Gott für einm Tag mit so viel Arbeit. Welch ein Gegensatz gegen dm vorigen Ott! — Freitag, (den 9tm) setzten wir unsere Reise fort. Meine Freunde bliebm in . . . ich dagegen fuhr stracks weiter nach (Hierzu eine Beilage.)