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Dibre Emeth · 1847-01-01 · Heft 1 (Januar 1847) · page 15

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Journal
Dibre Emeth
Volume
3 (1847)
Issue
Heft 1 (Januar 1847)
Date
1847-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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15 mußte die Nothwendtgkett eines Sühnopfers und die Unrichtigkeit der Anficht, daß der Mensch im Verträum auf Christi Opfer auf Gnade sündigen könne, auseinandergeseßt werden. — Er sprach mit einuchmender Bescheidenheit, und forderte mich auf, ihn in Zukunft wieder zu besuchen.- Der Kaufmann blieb, als seine Freunde uns verließm, noch ein Wenig langer, und äußerte: „Wie kann ein vernünftiger Mensch (nehmen Sie mir's nicht übel, daß ich so offen rede) glauben, daß Christus Gottes Sohn ist?" — H. Wie kann ein vernünftiger Mensch glauben, daß Gott dm Menschen aus einem Crdenkloße gemacht habe?" — Zch. Womit beweisen Sie mir, daß hinter diesem Rocke und diesem Körper aus Fleisch eine vernünftige Seele steckt? Uebrigms, fügte ich hinzu, durch Beweise werden wir Zhnm das Ehristenthum nicht Ln's Herz bringen. Wenn Sie werden ein zerbrochenes Herz, einen gedemüthigten Geist haben, dann werden Sie schon bereitwilliger sein, das Sühnopfer des Messias anzunehmm. — „Dann werde ich ein guter, ftommer Jude werden, aber kein Christ."— Nun damit wollen wir schon ganz zufrieden sein, wenn Sie nur erst ein guter, ftommer Jude werden, antworteten wir. — Als der Arzt und der Lehrer allein noch bei uns waren, erzählte uns Ersterer seinen Lebensgang, um uns seine Stellung zum Christenthume zu erklären. Der Herr ist ihm vielfach sehr nahe getreten. Er lieft mit seinem Freunde gemeinschaftlich die heilige Schrift. Dir wichtigste unter seinen Aeußerungen war mir folgende: „Für das Großherzogthum Posen müßten viel mehr Missionare sein; auch müßten stch die Geistlichen mehr der Juden annehmen, sie find gewöhnlich so gleichgülttz und kalt gegen dieselben. — Zch weiß es aus meiner eigenen Erfahrung, daß immer neue Anfrischungen nöthig sind, wmn ich mich durch meine Berufsgeschäfte eine Zeit lang vom Lesen und Betrachten der Schrift abziehen lasse, kann ich den Schadm bald spüren. — Nun sagt man zwar: „Die christlichen Kirchen stehen ja den Zuden offen; aber es sind vielUnarmchmlichkeiten

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