Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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uns, uns in sein Haus aufzunehmen, wenn wir Kaschan je wieder besuche» sollten. Jedermann, er sei Moslem oder Jude, achtet ihn hoch, und es war für uns allerdings sehr ermüthigend einen persischen Juden zu sehen, der in geistlichen Dingen so weit vorgeschritten ist, wie er, und wir haben allen Grund zu hoffen, daß, wenn das Conrits den Plan, in Persien eine Missionsstation zu errichten, ausführt, dieser Molla zu den Erstlingsftüchten einer ergiebigen und reichlichen Ernte gehören wird. Am 27. gelangten wir in Teheran an, wo wir bis zum 31. blieben. Während dieser Tage hatten wir verschiedene Gespräche mit den Juden, in denen wir sie von der Wahrheit, wie sie in Christo erschienen ist, zu überzeugen suchten. Aber in ganz Persien Haben wir keine Zuden gefunden, die so wenig hoffen lassen, wie die iir Teheran. 31. Mit Sonnenuntergang verließen wir die Thore Teherans und lagerten uns vor die Mauern der Stadt, von wo wir gegen Mitternacht aufbrechen und unsere Reise fortsetzen wollten. Allein unser Plan wurde vereitelt; denn nachdem ein Theil der Karavane bereits aufgebrochen war, und wir eben im Begriff waren, ihm mit dem übrigen Theile zu folgen, kamen die BorauSgeeilten mit Furcht und Schrecken zurück gelaufen und erzählten, dH.sie von einer Anzahl Turkomanischer Räuber angefallen, worden, und daß es unsicher sei, vor den Thoren der Stadt zu bleiben. Auf diese Weise wurden wir genöthigt in der größten Eile und Verwirrung in irgend einem Hause odereiner Karavanserai Schutz zu suchen. Zn unserer Eile hatten wir einen Teppich verloren, und einige andere Kleinigkeiten wurden uns von den umherschweifenden Turkomanen gestohlen.! Aufunserer Reise von Teheran nach Tabris ereignete sich dann nichts Besonderes. Tabris werden wir wieder verlassen so bald wir Gelegenheit sinken, und nach Ohromia gehen, wo der Herd uns Gelegenheit und Gnade verleihen wolle, den zahlreichen Zuden, die daselbst und in der Umgegend wohnen sollen, das CvangeliÄn von unserer Seligkeit zu predigen.: - Die Mission unter den Zuden ist auch nicht ohne Einfluß auf -die Christen. Zu dieser Beziehung heißt es in dem Berichte: Wir