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Dibre Emeth · 1846-12-01 · Heft 12 (Dezember 1846) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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212 fernen wir uns nicht zu weit; bleiben wir vielmehr bei-der Bibel stehen.' Mit dem Prinzipe, nur das für wahr anzunehmen, was mau mit der Vernunft begreifen kann, kommt man nicht über den ersten Vers in der Bibel hinweg. Denn die Bibel fängt an mit der Schöpfung der Welt oder des Weltalls aus Nichts. Aber eine Schöpfung des Weltalls aus Nichts, wer vermag, sie zu begreifen! Gewiß kein Mensch in der Welt. Wer sie aber dennoch als wahr annimmt, der glaubt sie, und glaubt etwas, was er nimmer begreifen kann. Glaube ich aber an einen außerweltlichen Gott, an den Schöpfer des Weltalls, warum will ich denn nicht auch m einen dreieinigen Gott glauben, und an einen Gott, der sich im Fleische geoffenbaret hat? Ist etwa ein außerweltlicher, oder kinzig-einiger Gott weniger unbegreiflich als ein dreieiniger und ein im Fleisch geoffenbarter Gott? Zch wüßte wahrlich keinm Grund anzugeben, warum; und wenn die gelehrten Herr» Rabbiner das N. T. bloß dieser Lehre wegen verwerfen, so müssen sie doch einen ttjftigen Grund dafür haben, und wir bitten sie allen Ernstes, uns denselben mitzutheilen, und uns zugleich nachzuweisen, daß in dm Stellen des A. T, auf die wir hingewiesen haben, die Dreieinigkeit und Gottheit des Messias nicht enthalten sein kann. Bevor uns das nicht nachgewiesen worden ist, muffen wir schon bei unserer Behauptung bleiben, daß die Juden durchaus keinen Grund haben, dem N. T. das göttliche Ansehn zu versagen, das sie dem A. T. beilegen, ja daß das N. T. viel schlagendere Beweise und deutlichere Zeugniße für sich hat, als das Alte, und wenn das Neue nicht wahr ist, auch das Alte nicht wahr sein kann, wenn jenes fällt, auch dieses fallen muß, und daß, wenn sie dmnoch das R. T. verwerfen, der Grund davon nur in ihrem Unglauben zu suchen ist, wo sie daun aber auch nothwendig das A. T. verwerfen müssen, wenn sie anders consequent sein wollen.

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