Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1846)
- Date
- 1846-10-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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. 466 , , r:,, auf den Pentateuch zeigen, wie er Grundlage ihresganzen inneren Lebens, wie ihr ganzes Denken von ihm getragen war, und wie sie ihre ganze geistige Arbeit als ein Forthauen auf diesem Fundamente ansahm. Wie aber der Pentateuch das Thema des ganzen Alten Testaments ist, so hat auch er sein Thema, um das sich der ganze Inhalt feiner fünf Bücher dreht; dies ist das Wort, mit dem das Zudenthum in die Erscheinung trat und aus dem seine ganze, spätere Geschichte geboren ist, die Verheißung, die Gott dem Abraham bei seiner Erwählung gab: „Ich will dich zum großen Volk machen, und will dich segnen, und dir einen großen Namen machen, und sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden." (l. Mos. 12, 2. 3., vergl. l. Mos. 18, 18.) Wie die ersten Eapitel des ersten Buches MoscS mit ihrer Urgeschichte, mit ihren aussondernden Geschlechtsregistern gleichsam als Einleitung auf dieses Wort der Verheißung lossteuern, so haben wir in dem ganzen nachfolgenden, so mannigfach gegliederten Körper des Alten Testaments die weitere Ausführung dieses The- Ma'S, in diesem selbst somit die Beantwortung der Frage: was ist Zudenthum? Es ist, so antwortet uns jene Urverheißung — die Religion des Segens, zunächst des dem Abraham und seinem Samen verheißene»i, durch diese» aber allen Völkern der Erde mitzuchrilcnden Segens. Segen in seiner allgemeinen Bedeutung ist die Mitthrilung irgend welcher hoher Güter; die Person dessen, der da segnet und der den Segen empfängt, muß in dem einzelnen Falle entscheiden, welche Güter gemeint seien. Ist Gott der Segnende, der Mensch der Empfangende, so sind diese Güter die göttlichen, die himmlischen, welche dem Bedürfniß des Menschen entsprechen, und diese Güter sind zusammengrfaßt in dem höchsten Gute: Gott selbst. Gott selbst verheißt sich dem Abraham: „Ich bin dein sehr großer Löhn" spricht er zu ihm (1. Mos. 15, 1.). Indem sich Gott selbst dem Patriarchen verheißt, giebt er ihm Theil an allen seinen Gütern und zieht ihn in seine innigste Gemeinschaft. Zu dieser