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Dibre Emeth · 1846-05-01 · Heft 5 (Mai 1846) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 5 (Mai 1846)
Date
1846-05-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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85 Beilage;u No. 5. der Wibre Emeth. Käppchen und einen .Gürtel um ihren Leib tragen müssen, um von den Muhamedancrn unterschieden zu werden. Es giebt da mehrere Tausend Sklaven, 300Kauslente von Sinde und viele Derwische. Ganze Straßen bestehen nur aus Läden und Magazinen für Kaufleute ans allen Theilen Turkhestans, Kaschgar, Hindostan und Rußland. Um Buchara herum sind eine Menge Landhäuser mit Gärten, Zehar-Baghs genannt und acht englische Meilen um die Stadt herum sind prächtige Dörfer. Es herrscht dort, hauptsächlich jedoch nur in der Stadt eine Krankheit, die man R ischta nennt und die darin besteht, daß ein großer Wurm aus den Knieen kommt, in Folge dessen die Leute oft fürs Leben lahm werden; man schreibt diese Krankheit dem Wasser zu; auch ist die Augenkrankheit herrschend. Es ist nur ein einziger erfahrener Arzt dort, rin Zude, welcher sich rühmt die Bedeutung des Wortes „autmomial" (gesetzwidrig) zu wissen und gebraucht es beständig, und Abdul Samut Chan rühmt sich die Worte „halt! Front!" zu verstehen. Von Samarkand, die Rivalin Bucharas, einst die Residenz Timurs, mitten in dem prächtigen Thale Soghd gelegen, bemerke ich, daß sie vor nicht langer Zeit noch der Wintersttz des Königs von Buchara war, aber da diese Stadt häufig in einem Zustande der Empörung ist, geht er nur selten dorthin. Zur Zeit Alexander des Großen war sie unter dem Name» „Maracanda Regia Sogilianoruin“ bekannt und Timur liegt dort begraben. Sie ist jetzt noch der Sitz morgenländischer Gelehrsamkeit und Literatur und wird die Zierde der Erde genannt. Sie ist von einer Lehmmauer umgeben, hat 40,000 Einwohner, einen prächtigen Palast, viele Häuser von Marmor, viele Moscheen und Collegien. Früher wurde sie von Chinesen bewohnt,, welche Seidenpapier verfertigten und hatte einst den Namen „Bukhara-Tschin, erhielt 7

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