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Dibre Emeth · 1846-01-01 · Heft 1 (Januar 1846) · page 19

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Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 1 (Januar 1846)
Date
1846-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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dm Naturgesetzen, die der menschliche Verstand entdeckt hat, sich ereignet. Einen solchen Gott har man sich zurecht gemacht, was mit diesem Begriffe nicht stimmt, das kann und darf nicht wahr sein, wenn es auch mit gütlichem Griffel geschrieben dasteht und der Allmächtige selbst eS bezeuget. Ach ihr armseligen Weisen, wisset ihr denn nicht, dass selbst ein gemeiner Taschenspieler euch etwas vermachen kann, wovon ihr nicht begreifet, wie er es macht, wenn er es euch nicht erklärt? Bauet nickt schon der menschliche Verstand immer neue Maschinm und Kunstwerke, die in ihrem Zusammenhänge nur die Verfertiger oder andere Kunstverständige begreifen, und Gott, der Himmel und Erde gemacht, sollte nicht etwas Neues schaffen können, das wir aus dem, waS ist und täglich geschieht, nickt beoreifen? Sehet ihr denn nicht, daß ihr keinen Gott habt, wenn ihr nicht einen solchen glaubt, wie die Schrift ihn lehrt, „welcher schaffen kann, was er will?" Wer ist eingewcihet in seinen Rath und durchschauet seinen Verstand? ruft der Prophet. Ach wir a men Staubbcwohner nicht. Wie hoch erhaben ist er über uns, was kann er unS noch zeigen, das wir nicht wissen und gesehen haben, und welches wunderbarlich ist vor uiisern Augen; Er muss cs nicht; aber wie wollt ihr beweisen, daß er es nickt kann und nicht will? Er mußte Israel nickt erwählen vor allen Völkern und ibm eine Offenbarung von Sinai geben, er musste nicht in «nsrrm Volke Wunder geschehen lassen und durch Propheten seine Rathschlüsse kund thun; aber er hat es gctban. Wie kann doch ein Jude, der seine heilige Schrift und die Geschichte und den jetzigen Zustand seines Volkes kennt, dies leugnen! Du leugnest die Wunder, welche die Schrift berichtet. Aber ist unser Volk in seinem Fortbestehen als ein besonderes Volk mit allen seinen leiblichen und geistigen Eigenthümlichkcitcn nicht noch ein größeres Wunder? Kein Volk hat den Stürmen der Jahrhunderte, dem Wechsel der Zeit Trotz geboten; auch von den mächtigsten Völkern des Alterthums nennt die Geschichte nur noch die Namen. Und Du weißt doch, was unser Volk betroffen. Von allen Nationen ist es mißhandelt, wie kein andres, es ist ein Spiclball der Winde gewesen und auch bis in alle Winde zerstreuet; und doch ist es auch jetzt noch ein Volk, ja wesentlich dasselbe Volk, das es war, als seine große Zerstreuung begann. Führt diese Beobachtung nicht darauf, daß Gott dieses Volk von allen Völkern der Erde ausgezeichnet habe, um seine wunderbare Macht an ihm zu offenbaren und besondere Absichten auszuführen? Diese merkwürdige Erscheinung wird aber dadurch noch viel bedeutsamer, daß wir beides, die Leiden, die das Volk getroffen, die Verachtung, Verfolgung und Zerstreuung, die es erduldet und zugleich seine ewige Erhaltung in den heiligen Schriften vorausgcsagt finden. Lies die Bücher Mose, namentlich das 26. Capirel des dritten und das 28. Capitel

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