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Dibre Emeth · 1846-01-01 · Heft 1 (Januar 1846) · page 14

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Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 1 (Januar 1846)
Date
1846-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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14 Deiner Bibel und siehe denen, die sich über und wider sie erheben, nur kühn und scharf in's Auge; so wird Dir jene immer erhabener und göttlicher erscheinen, an diesen aber wirst Du Schwachheiten entdecken, die Du bei so großen Männern nicht erwartet hast, und wirst mit Manchen, was sie aufgestellt, leicht fertig werden. Freilich manche kritische Untersuchungen (j. B. ob die 5 Bücher Mose in ihrer jetzigen Gestalt und ihrem ganzen Inhalte mit Ausnahme des Schlusses von Mose selbst oder von wem sonst, zu welcher Zeit und auf welche Weise verfaßt sein?) sind sehr schwierig und es wird schon viel Zeit und große Mühe erfordert, um sie allseitig durchzumachen; wie viel mehr, um alles, was über alle Bücher des Thenach geschrieben ist, zu prüfen und alle Gegengründe selbstständig und vollständig zu widerlegen. Ehe dies Geschäft von solchen Gelehrten, welche an der Göttlichkeit dieser Schriften vesthaltcn, gründlich im Einzelnen, wie im Ganzen, vollbracht ist, darüber mögen wohl noch Jahre hingehen, zumal immer nur wenige die dazu erforderlichen Kenntnisse und die nöthige Muße haben. Doch ich glaube, wir können die Gelehrten in ihrer Weise ruhig streiten und die Sache durchfechten lassen, uns auch, so viel wir Zeit und Kraft haben, dabei betheiligen; aber auch, ehe auf dem Gebiete der Wissenschaft der Sieg im Einzelnen völlig errungen und alles Terrain dem Feinde abgenommen ist, uns doch schon mit Zuversicht der Leitung des Buches überlassen, von welchem David sagt: Deine Worte sind meiner Füße Leuchte und das Licht auf meinem Pfade. Schaue Dich um auf dem Erdboden! Ueberall die dickste Finsterniß heidnischen Wesens, wohin die Bibel nicht gedrungen ist. Siehe zurück in die Geschichte des Menschengeschlechts! Zm Alterthume findest Du auch bei den Weisen der Griechen und Römer noch nicht, was der Mund der Propheten in Israel kund gethan und nur dann eine reinere Gotteserkenntniß und Moral bei den Völkern, sobald sie durch das aus demZudenrhum hervorgegangene Christenthum belehrt sind. Und auch was der Muhamedanismus seinen Anhängrrn Wahres gebracht, ist es nicht erweislich dem Zudenthum und Christenthum entnommen, also ursprünglich von unfern heiligen Schriften ausgegangen? Daraus

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