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Dibre Emeth · 1845-12-01 · Heft 12 (Dezember 1845) · page 15

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 12 (Dezember 1845)
Date
1845-12-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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211 zu Schanden werden lassen, auch öffentlich auszusprechen. Das Blatt hat sich, zu seiner Ehre sei es bekannt, gleich im ersten Jahre einer größem Theilvahme zu erfteuen gehabt, als wir bei seiner Unvollkommenheit und seinen Mängeln erwarten konnten, und ist auch, wie wir von verschiedenen Seiten her vernommen haben, von Juden und Christen mit Nutzen und Segen gelesen worden. Zwar hat es auch von Seiten der Juden schon manchen Angriff zu bestehen gehabt, die aber alle bisher noch um so leichter abgewehrt und zurückgewiesen werden konnten, als sie nicht sowohl auf das Blatt selbst, als auf dessen Herausgeber gerichtet waren, und nur in Persönlichkeiten und Jnvectiven bestanden. In solchem Kampfe aber kann natürlich das Blatt nur gewinnen und nichts verlieren, da hingegen die Angreifer sich mit Schmach zurückziehen müssen. Unfern hochverehrten Freunden, die unser Unternehmen entweder mit literarischen Beiträgen oder durch Empfehlung und Berbreitung des Blattes so freundlich unterstützten, sagen wir hiermit den herzlichsten und aufrichtigsten Dank, richten aber zugleich die dringende Bitte an Sie, uns diesen Liebesdienst auch im nächsten Jahre wieder zu erweisen. Ueberhaupt möchten wir alle Abnehmer und Leser unseres Blattes recht dringend bitten, sich die Verbreitung desselben sowohl unter Christen, als auch, und das ganz besonders, unter den Juden angelegen sein zu lassen, und wir erwarten die Erfüllung dieser Bitte um so zuversichtlicher, als wir dabei nicht unfern Bortheil oder Ruhm, sondern allein das Wohl Israels und die Ehre des Herrn im Auge haben. Der Redakteur giebt nämlich das Blatt nicht für sich, sondern für den Verein zur christlichen Fürsorge für jüdische Proselyten heraus. Dieser Verein aber bedarf der Unterstützung um so mehr, da sich die Zahl solcher Proselyten, die seine Hülfe in Anspruch nehmen, und die er, ohne sich schwer zu versündigen, nicht zurückweisen kann und darf, weil sie wegen ihres Uebertritts zum Christenthume "von ihrem Volke, ja selbst von ihren nächsten Verwandten verstoßen, von den Christen aber leider verachtet und verlassen und meistens in solche Verhältnisse versetzt werden, daß

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