Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1845)
- Date
- 1845-12-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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210 verkündigt, ihr die Nichtigkeit des Götzendienstes nachweist und sie einladet, zu Zesu zu kommen und sich durch ihn mit? dem himmlischen Vater, als dem einen wahren Gotte, versöhnen zu lassen. Diese Nachricht von dem Eifer der eingebornen Christenihren heidnischen Landsleuten das Evangelium zu predigen, ist gewiß sehr erfreulich und fordert jeden lebendigen Christen zu Lob und Dank auf, aber auch zu dem ernsten Gebete, daß der Herr noch recht viel solcher Prediger erwecken und sie nicht nur bei diesem Eifer erhalten, sondern ihnen seinen heiligen Geist in immer reicherem Maße verleihen wolle. Es ist aber auch lieblich und rührend, wie Gützlaff, der theure Mann Gottes, den Ruhm dieses großen Werkes, woran er viele Jahre hindurch mit dem größten Eifer gearbeitet hat, mit so großer Bescheidenheit und Demuth von sich ablehnt und allein dem Herrn und den eingebornen Christen zuschreibt. Solche Demuth ist Gnade und macht allein geschickt zu einem so großen Werke, wie es unserm Gützlaff anverttaut ist. Wie so ganz verschieden sind doch die sogenanten Reformatoren des neunzehnten Jahrhunderts, so wohl des Judenals des Christenthums. Sie wissen nichts von Demuth, sondern sind aufgeblasen, sie haben es gerne, wenn ihnen Weihrauch gestreut, Rosenkränze und Fackelzüge gebracht werden, und es fällt ihnen nicht im geringsten ein, diese Ehre von sich zu weisen und allein Gottes Ehre zu suchen. Darum aber wird ihnen ihr Werk auch nicht gelingen, denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demüthigen giebt er Gnade. Und wohl uns, wenn es ihnen nicht gelingt, denn es ist wahrlich nicht ein Werk, wodurch Gottes Reich gebaut, sondern vielmehr zerstört wird. Schlußwort. Indem wir den ersten Jahrgang unsers Blattes beschließen, können wir nicht umhin den Gefühlen unsers Herzens zu folgen, unsern Dank gegen den Herrn, daß er unsere Hosftlung und unser Vertrauen zu ihm, womit wir dar Werk begannen, nicht hat