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Dibre Emeth · 1845-10-01 · Heft 10 (Oktober 1845) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 10 (Oktober 1845)
Date
1845-10-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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175 Juden werden Gottes Erbarmen erfahren; daß aber diese Zeit bald erscheinen möge, darum bitten wir mit allen denen, deren Herz entbrannt ist für Zsrael. (Fortsetzung folgt.) Moses auf Nebo. (Deut. 34., 1. - 5.) Moses, Moses! Gottesstreiter! Steig' empor zu Pisgas Höhn; Denn bis hieher und nickt weiter Sollst du mit dem Volke gehn; Nur von oben sollst du schauen Deiner Väter heil'ge Auen, Sterben, wenn du sie gesehn! Und er hört's mit stiller Wonne, Steigt empor, so fromm und treu; Eben sinkt die Abendsonne, Daß sie ihm vergleichbar sei; Und in ihren letzten Strahlen, Die die Fluren golden malen. Schaut er Palästina frei. Dort, —des Zarden Silberwogen! Dorthin liegt die Friedensstadt, Dort ist Tharas Sohn gezogen, Weil er Gott geglaubet hat. Ach! wie gerne, wie so gerne, Schaut er nun in blauer Ferne Seines Volkes Ruhestatt! Doch zwei Helle Zähren rinnen Aus des Auges Wchmuthsblick; Denn er denkt, mit bangem Sinnen, An das Volk des Herrn zurück. Niemals hat er noch geweinet, Zetzt erst ist es, wo erscheinet, Daß er fühlt der Thränen Glück. Ach! wer wird das Volk nun führen, Klagt er, in's verheißne Land? Wer mag recht das Herz ihm rühren. Wenn von Gott es sich gewandt?

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