Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1845)
- Date
- 1845-10-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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dieses. auf W Tage, vont Men bis Wstem Außerdem find auchnoch die zwischen , diesen Festen liegenden Tage, von Bedeutung, besonders die vom Neujahr' bLszurn Versöhnüngstage, welche Bußtage ssnd, und unmittelbar nach. Neujahr fällt auch das Fasten Gedaljah, das ist der Täg, an welchem Gedaljah getödtet würde, Jer. 41., 1. re., und an welchem die Juden fasten. - In welcher Art und Weise und mit welchen Zeremonien die Juden nun ihre Feste , feiern., nachdem ihr Heiligthum, der Tempel, zerstört ist, und sie apf der ganzen Erde zerstreut leben und . demnach auch ihre Feiertage und Jahreszeiten nicht mehr nach dem Gesetze Moses halten können, indem Lhnenja die Hauptsache, die Opfer fehlen, darüber wollen wir in diesen Blättern einige Mittheilungen machen. Wir beginnen mitdem Neujahr. Im alterr Testamente wird dieser Festtag ein Sabbath des Blasens zum Gedächtnisse, oder kurzweg ein Tag des Blasens genannt, und dabei zugleich geboten, daß man an demselben von aller Arbeit ruhen und dem Herrn besondere Opfer darbringen solle. 8. Mos. 28:, 24. ynd 4. Mos. 29. , 1. Obsich nun die Juden bei diesem Blasen^ das nach der Überlieferung den ganzen Tag hindurch, von dem Anbwche der Morgenröthe bis zum Abend, dauerte und von den Priestern vollzogen werden mußte, an eine besondere Begebenheit in ihrer Geschichte erinnern sollten, davon schweigt die heilige Schrift gänzlich. Aus diesem Schweigenaber läßt sich tvohl mit ziemlicher Gewißheit annchmm, daß dies Blasen nicht zum Gedächtnisse oder, zur Erinnerung an eine einzelne besondere Begebenheit geschah, sondern^ vielmehr zur Ermnenrng aller Wohlthaten, welche den Juden von Gott zu Weil geworden waren sowohl durch dse Erlösung aus EgYpten und Ln der Wüste, als auch in dem eben verflossenen Jahre, Die Juden halten diesen Tag besonders aus zweierlei Ursachen für sehr wichtig und heilig, einmal, weil sie meinen, daß an diesem Tage die Wett erschaffen worden sei und an ihm auch wieder untergehen werde, und dann, weil sie glauben, Gott sitze an diesem Tage auf seineur Gerichtsstnhle, und schreibe die Gottlosen m das Buch zum Tode, die. Frommen aber in das Buch zum Leben, die Mittelmäßigen aber, die eben so viel Böses wie Gutes gethan hätten, würden vor dem Versöhnungstage, wo die Bücher erst versiegelt werden, nicht eingeschrieben, um ihnen bis dahin noch Raum zur Büße und Zeit zu lassen, so viel Erlies zu thün, daß ihre güten Werke die bösen überwiegen, damit sie noch in das Büch zum Leben eingetragm werden könnten; wurden sie aber fortfahren zu sündigen, dann 'würden sie ebenfalls in das BW zum Tode geschrieben. Ünd diesen Glauben gründen fie auf Pf. M, L9. und L. Mos, 32., 23. ' Zur Wer dieses hohen nutz wichtigen Festtages bereiten sich imtt