Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1845)
- Date
- 1845-07-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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gleich sehr mit einander verwechselt wird. Selbst der Christusreligion wird deshalb von der neusten Zeitphilosophie wieder Perfektibilität zugemuchet; die erhabenen Bilder einer ehrwürdigen Vergangenheit sollen gestürzt, und an ihre Stelle die Leistungen einer modernen, nicht eben gründlich durchgebildeten Künstlerschule, gesetzt werden. Unterfangen sichaber irgend welche Besonnenere, der rüstigen Partei dergleichen Bilderstürmer, wenn sie in ihrer blinden Hast gegen sie an und an ihnen vorüberrasen, abwehrend und einhaltend zu zurufen: „Zurück, zurück mit Euch!" denn ihr möchtet uns umstoßen, — und: „ Schritt, Schritt, Ihr Boreiligen!" denn Zhr könntet sonst fallen: so werden sie für Lichthaffer und als Feinde des Fortschritts verschrieen. Und sind sie nichts desto weniger so dreist, den einen oder den andern der sogenannten Lichtfreunde zu fragen, worin denn eigentlich ihr gerühmter Fortschritt bestehe; ja, wagen sie mit Hülfe ihrer treuen Dialektik zu remonstriren: Das jedesmal gegmwärtige Menschengeschlecht erbe ja nicht mit deni äußeren Besitze auch den innerlich geistigen , des immer vorhergehenden, an dessen Stelle es trete; sondern es müsse sich ihn erst mühsam erwerben, und könne erst dann durch dm sauren Schweiß und die bittern Kosten der Erfahrung das nur auf Autorität hin resultatorisch Erworbene dem eigenen Geiste, als durch eine Art Assimilations-Prozeß gleichsam einverleiben: so meinen sie, wie der gesammte Haufe der genialen Fortschrittverfechter, sie wollten sich eben auch nicht mit beschränkten Köpfm etwas zu schaffen machen. Zhre gesellige Neigung, fügen sie dann verbindlich hinzu, inklinire ganz besonders nur. für diejenigen, die, wie sie selber, die Ueberzeugung hegten: jeder geistige Besitz stiege dem Einzelnen nur so ex abrupto an, ohne daß er sich, im eigentlichm Sinne des Wortes, vorher darum gekümmert habe. Sich daher mit der cärimoniösen Dialektik einzulaffen, müsse geradezu widerrathen werden, da ja auf ihrer Stirne nur jene ßnstre Wolke ruhe, welche der heiteren Laune eines geistreichen RaisonnemmtS so überaus verderblich sei. Zn der ganzm Pkocedur dieses Verhaltens aber, da es die bodenlose und langweilige Gründlichkeit verneine, und auf dem Alt«e der absoluten Subjektchität seine Weih«