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Dibre Emeth · 1845-06-01 · Heft 6 (Juni 1845) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 6 (Juni 1845)
Date
1845-06-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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82 Staat bestand, und Könige aus Davids Stamm auf Davids Stuhle saßen, so lange erwartete man, wenn der König gerecht und fromm war, die Hilfe unmittelbar von Gott, der den gerechten König nicht verlassen konnte; war aber der König ungerecht, so hoffte man Gott werde einen gerechten nach ihm erwecken und durch die ihm zu leistende Hilfe auch dem Volke Helsen. Als aber der Staat ganz dahin war, so mußte man alle Hoffnung allein an den Messias hängen. Allein so scheinbar auch eine solche Darstellung ist und so viel Wahres dieselbe enthalten würde, wenn man durch sie mlr die Entstehung der schon zu Jesu Zeiten so allgemein verbreiteten falschen, irdischen Mrssiasideen und Hoffnungen erklären wollte, so unwahr ist dieselbe doch, sobald sie aus das, was in den Schriften Mosis und der Propheten uns vorliegt, angewendet werden soll. Weit entfernt nämlich, daß die in den Schriften der Propheten vorhandenen Verheißungen äußerlicher Hilfe und politischer Verbesserung beweisen sollten, daß auch die von dem Messias handelnden Stellen der H. S. nur ein anderer Allsdruck derselben irdischen Hoffnungen seien; so beweisen jene ersten Stellen, in welchen ohne Erwähnung des Messias äußerliches Heil verheißen wird, vielmehr, daß man von dem Messias selbst etwas anderes zu erwarten habe. Was dieses sei, zu zeigen, ist jetzt nicht unsere Absicht, sondern wir wollen uns darauf beschränken zu beweisen 1) daß Moses und die Propheten nicht einen nur irdisches Heil bringenden Messias und nicht einen Messias nur für die Juden verkündigen, und 2) daß dieser von den Propheten verkündigte Messias eine wirkliche Person und nicht bloß eine Personifikation glücklicher messianischer Zeiten ist. Fangen wir bei der ältesten aller Verheißungen an, 1. Mos. 3, 15., welche sogleich nach dem Sündenfalle der Mutter aller Menschen gegeben wurde; der geistliche Inhalt derselben wird uns durch Betrachtung der Verhältnisse, unter denen sie gegeben wurde, klar. Die Schlange hatte Eva und durch sie den Adam verführt, dem Gebote Gottes zuwider zu handeln. Dadurch kam über beide nicht bloß leibliche Noch im Gefolge ihrer Ausstoßung aus dem

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