Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 4 (April 1845)
- Date
- 1845-04-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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50 - m?'- t ' * ’ ' fr ---^7—;; ' :<? V lichen Einbildungskraft zu bewachtm, welche geneigt ist, von allem, was ihr als ehrfurchtgebietend entgegentritt, ein liebliches Bild vHEMDH MDM fich.^Mchen. H>gs ^d Mt "troch nicht den gottmikftemdetm Sinn, dtt sich' auch hiNierE hbr^ größten äußern Andacht verbirgt, hat keine Ahnung davon, daß diese nur Schein sein Hunte. Daher hält jeder die Leute, die er in seiner Zugend als fromm gekannt, für die frömmsten. Aehnlich wenigstens scheint es auch Dir noch zu gehen; und das nicht allein, sondern, indem Du die Uebelstände verkennst, die schon vor den neuern Rabbinern da warm, begehst Du die Ungerechtigkeit, das, was in dem jetzigen Zustande tadelnswerth ist, dem Einflüsse dieser Muschreiben. Du klagst über den Mangel an Gottesfurcht, über die irdische Gesinnung, welche Gottesdimst, Sabbach und Wort Gottes über weltliche Geschäfte und Genüsse vernachlässige. Die Klage über den Geiz und den Leichtsinn, der sich gute Tage macht, ohne nach Gott zu fragen, ist eine sehr alte in Israel, Du findest sie schon bei dm Propheten. Es lag in der noch vor Kurzem gedrückteren Sttllung der Juden im Staate, daß die Genuß- und Vergnügungssucht weniger hervorttat, als jetzt; aber folgt daraus, daß der irdische Sinn geringer war? Zeigte er sich nicht deutlich darin, daß das Sweben so vieler, daß ich nicht sage, der meisten nur auf zeitlichen Gewinn, nur auf Vermehrung ihres Geldes und Gutes gerichtet war? Und wenn solche nun nach väterlicher Sitte die täglichen Gebete und dm Gottesdienst mit äußerm Eifer mitmachten, währmd ihr Herz doch nur an das Geschäft dachte, war das etwas Besseres, als wenn jetzt die, welche so gesinnt sind, dm Schein der Andacht nicht mehr annehmen? Glaube mir, nicht das innere Wesen, nur die Form hat sich geändert. Früher war viel Schein der Frömmigkeit da, der die irdische Gesinnung verdeckte; jetzt tritt diese unverhüllt hervor. Sollen wir hierüber trauern? Was ist eine Gottesfurcht, die nur Schein ist, werth? Und drohete nicht der ganze Gottesdienst, der von den Vätern hex auf uns gekommen war, in solchem Scheiuwesen sich aufzulösen? Müssen wir. es nicht gestehen? Nicht, mit der rechten Andacht