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Dibre Emeth · 1845-02-01 · Heft 2 (Februar 1845) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 2 (Februar 1845)
Date
1845-02-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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18 sehen haben, zwischen Gott und seinem Engel, und ZesaiaS Cap. 63, 9. zwischen Gott und dem Engel' seines Angesichts. Dazu kommt endlich noch, daß Gott selbst von diesem Engel nie anders als in der dritten Person redet. Sind nun aber Gott und der Engel Gottes zwei von einander verschiedene Personen, und doch Eines, göttlichen Wesens, so folgt ja unwidersprechlich daraus, daß das A. T. allerdings eine Mehrheit der Personen in Gott lehrt, wenn auch ihr Berhältniß zu einander nicht so bestimmt bezeichnet wird, wie im N. T., und wir werden daher auch die Meinung der neuern Juden, im A.T. werde nur die reine Einheit Gottes, in ihrem Sinne nämlich, gelehrt, die Zdee der Mehrheit der Personen aber, wie sie das N. Tlehre, sei demselben ganz fremd, als ungegründet, und den Aussprüchen der Schrift A. T. geradezu widersprechend, zurückweisen müssen. Doch nicht bloß das A. T., sondern auch das rabbinische Zudenthum lehrt eine Mehrheit der Personen in Gott, und es ist wahrhaft unbegreiflich, wie Männer, wie Herr Dr. Saalschütz und seines Gleichen, denen man doch keinesweges Gelehrsamkeit absprechen kann, und die Meister in Zsrael sind, oder wenigstens sein wollen, auftteten und uns sagen können, die Zdee der Mehrheit der Personm in Gott sei dem Zudenthume ganz fremd! So viel dürfen wir doch wenigstens von ihnen allen erwarten, daß sie Raschi gelesen haben. Was sagt nun aber dieser, von dem Zudenthume so hoch gefeierte, und bis auf die neueste Zeit als gültige Authorität anerkannte Gelehrte, der Mann, der eine Kennmiß des Zudenthums hatte, wie gewiß wenige vor ihm und nach ihm gehabt habe», und wie man sie vergebens bei den neuern Rabbinen suchen würde, was sagt dieser Mann in seiner Erklärung der Stelle 2 Mos. 23 , 20. zu den Worten: „Denn mein Name ist in ihm?" Er sagt: „Er ist desselben, nämlich meines Namens, theilhaftig. Unsere Rabbinen sagen, dieser Engel sei der Metatton, dessen Name ist wie der Name seines Herrn. Metatton aber macht in der Zahlbedeumng seiner Buchstaben so viel als Schadai," welches Wort der Allmächtige bedeutet, und demnach

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