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Dibre Emeth · 1845-01-01 · Heft 1 (Januar 1845) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 1 (Januar 1845)
Date
1845-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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3 Geschichte eingetretene Reformen des Mosaismus darstellen, prüfen und denselben unsere dritte Richtung als eine, von der Gegenwart und den in ihr liegenden Bedürfnissen anzustrebenden Reform des Mosaismus entgegen halten." Diese Worte des Hm. Dr. Holdheim beweisen es hinlänglich, daß wir recht haben, wenn wir den Geist des neuern Zudenchums als einen Geist der Auflösung und der Zerstörung bezeichnen. Denn nach solchen Grundsätzen kann es doch unmöglich etwas Bestehendes, eine Offenbarung Gottes geben. Nach dieser Ansicht können wir die Gesetze und Gebote in der heiligm Schrift nicht als von Gott gegeben und geoffenbart betrachtm, sondern wir müssen sie als bloße Aussprüche und Verordnungen weiser und kluger, ja wohl gar selbstsüchtiger Menschen ansehen, welche das Volk nach ihren Wünschen zu gängeln und die Umstände und die Verhältnisse der Zeit gar wohl zu benutzen verstanden. Denn nur nach einer solchen Ansicht der heiligen Schrift kann sich der Mensch für berechtigt halten, sich nach Willkür von den in ihr enthaltenen Geboten loszusagm oder sie nach Belieben zu deuten und aufzulösen. Aber heißt das nicht dem heiligen Gottesworte geradezu Hohn sprechen, die Offenbarung geradezu leugnen und den armen, tausenderlei Gefahren und Leidm ausgesetzten und unterworfenen Menschen das Liebste und Theuerste nehmen, das, worauf er sich zur Zeit der Noch und Anfechtung allein als auf einen unerschütterlichen Fels stützen, und woraus er als aus einer unversigbaren Quelle Trost und Erquickung schöpfen kann? Oder' ist das nicht ein Geist der Auflösung und der Zerstörung? Doch man beschuldigt uns vielleicht eines großen Unrechts gegen das neuere Zudenchum, wenn wir die Meinung und Gesinnung eines Gliedes aus seiner Mitte als den Ausdruck der Gesammcheit bezeichnm. Allein man darf nur einen Blick in die Tagesliteratur des neueren Zudenchums chun, so wird man sich auch davon überzeugen, daß Hr. Dr. Holdheim keineswegs so vereinzelt dasteht, sondem daß sich dessen Geist und Gesinnung, wenn auch iw verschiedener Weise und in einem andem Gewände, 1"

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