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Nahalat tsevi · 1938-01-01 · Heft 4-6 (Januar 1938) · p. Seite 153

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VIII (5698) 1937/38
Issue
Heft 4-6 (Januar 1938)
Date
1938-01-01
Page
Seite 153 (sequence 71)
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geln beherrschen. Selbst unter den größten Grammatikern sind noch Fälle strittig, ob das sefardische Kamez lang als ״a“ oder kurz als ״o“ auszusprechen ist, z. B. im Worte פעלך (Gesenius liest: poolcha, Bauer-Leander paalcha, dagegen aber pooli, S. 211. Hist. Gram.). In den Fibeln und Lesebüchern müßte jedes kurze Kamez besonders als 0 bezeichnet werden. Die übrigen Eigenheiten dürften keine Schwierigkeiten bereiten. Wenn das Kind das englische th, das griechische theta, ksi, psi, das polnische s , sz und viele andere Doppellaute sprechen lernt, wird es auch die hebräischen aussprechen lernen. Das emphatische ה soll stark am Ende der Kehle hervorgestoßen, wogegen das aspirierte כ in der Mitte des Gaumens wie im deutschen Worte ach gebildet werden. Der Hauptgrundsatz der richtigen hebräischen Aussprache ist die Beherrschung und Ausnützung der Kehle bei der tiefen und kräftigen Aussprache der emphatischen Konsonanten, insbesondere des ע, wobei man sich hüten muß, daß nicht der Wortton deshalb unrichtigerweise verschoben werde. Eine weitere Frage bildet die eventuelle religiöse Zulässigkeit der behandelten Vorschläge. Hiermit haben sich in der letzten Zeit die Gelehrten und Rabbinen A. J. Kuk in Jerusalem, Benzion M. Usiel in Jaffa-Tel Aviv und Dr. E. Munk in Berlin befaßt. O. Rabb. Kuk hält die jemenitische Aussprache für die vollkommenste, weil sie am gründlichsten die Unterschiede zwisehen den einzelnen Lauten bewahrt, wogegen er die aschkenasische immer noch der sefardischen vorzieht. Rabb Usiel unterscheidet zwischen der Umgangssprache und der Sprache der Liturgie, sowie zwischen den unvermeidlichen Aenderungen und denjenigen, welche vermieden werden können. Rabb. Dr. Munk lehnt die Aenderung ab, zumeist wegen des שינוי מנהג, ferner wegen der möglichen Mißverständnisse bei der Zuhörerschaft, welche an eine andere Aussprache gewöhnt ist, insbesondere bei der Vorlesung der Thora und Hafthora, schließlich auch wegen der Ungenauigkeiten der sefardischen Aussprache von den aspirierten Konsonanten ת und ב. Von den Rabbinen der vorigen Jahrhunderte spricht sich der Verfasser des Siddur Beth Jakob R. Jakob Emden für die riehtige Aussprache des ע und des aspirierten ת als th aus, hin-

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