Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 314 (sequence 68)
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314 über die verschiedensten Angelegenheiten des jüdischen Lebens an seine Schüler und Anhänger gerichtet hat. Die Briefe zerfallen inhaltsgemäß in 4 Gruppen, allgemein jüdische Angelegenheiten, — Agudas Jisroel — Erez Jisroel — Zeit- Schriften — Gemeindewahlen — jüdisch-politisches Leben. Es ist unmöglieh, in einer kurzen Rezension den reichen vielseitigen, Inhalt der Briefe wiederzugeben. Sie erstrecken sich auf die sogenannten kleinsten und größten Fragen des jüdischen Lebens, sind mit einer solch herzgewinnenden eindrucksvollen Sprache geschrieben, daß man den großen Einfluß verstehen kann, den der Autor im Kreise seiner Chassidim und darüber hinaus in der polnischen Judenheit ausübt. Die Ansprachen des Gerrer Rabbi bei der ersten und zweiten Kenessio Gedola, seine Briefe aus Erez Jisroel nach Polen, seine eindeutige Stellungnahme gegen jede noch so leise Irrung vom jüdischen Wege auf dem Gebiete der individuellen Ethik und auf dem Gebiete der sogenannten jüdischen Innenpolitik verbinden sich in harmonischer Weise mit der starken Aktivität für den agudistischen Aufbauwillen in der Gola und Erez Jisroel. Briefe über die Einheitsgemeinden in Polen, Briefe über die Gemeindepolitik in Polen, über die Notwendigkeit der Gründung orthodoxer Gemeinden in Erez Jisroel, über den Austritt aus dem Waad Leumi dort, zeigen in ihrer prägnanten Kürze, wie in Wahrheit dieser wahrhafte Führer in Israel sich mit jenen Gedankengängen jüdischer Politik identifiziert, die man im Lager der Gegner der Orthodoxie so gerne dadurch perhorresziert, daß man sie als eine spezifische Frankfurter Eigenart kennzeichnet. Das Buch verdient weiteste Verbreitung und sollte vor allem in keiner agudistischen Gruppe fehlen. E.