Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 313 (sequence 63)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2551369-2551418-2551423--2739-2554267- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
dadurch, daß er die Aufmerksamkeit der literarischen Welt auf diesen köstliehen, weiten Kreisen unbekannten und ungehobenen Schatz lenkte, aufrichtigen Dank. In mühseliger Arbeit, der die Musestunden mehrerer Jahre geweiht waren, gelangte er in den Besitz des größten Teils dieser Responsen, deren Inhalt in diesem Werke nach Tatbestand und Entscheidung in gedrängter Kürze in deutscher Sprache wiedergegeben wird. Darüber hinaus aber, und das ist von besonderer Bedeutung, bringt ein gründliches Vorwort den Nachweis, in welch reicher Mannigfaltigkeit sich das kulturelle jüdische Leben der sephardischen Gemeinden in diesen Rechtsgutachten widerspiegelt. Sind es doch die weiten Gebiete des jüdischen Zivilrechtes, darunter vor allem das jüd. Erbrecht und die vielseitigen wirtschaftlichen Erscheinungen, über die das Forum des sephardischen Rabbinerseminars zur Entscheidung angerufen wird, die in dieser Sammlung allein schon quantitativ vorherrschen. Ein geschickt und groß angelegtes Sachregister erleichtert die Benutzung. Die Ausstattung des Werkes wird die Bewunderung jedes Bibliophilen finden. Wenn auch die halachische Verwendung dieses Werkes, bei dem, wie bereits erwähnt, die Motive der Entscheidungen nicht berücksichtigt werden konnten, eine begrenzte ist, um so größer ist die kulturhistorische Bedeutung, auf deren Ausbeutung der Herausgeber hinweist. Wir hegen die Hoffnung, daß der Verfasser sich nunmehr angeregt fühlen wird, seine Forschung auch weiterhin dem schier unerschöpflichen Gebiet der Resopnsenliteratur der vergangenen Jahrhunderte zuzuwenden, deren Bearbeitung nach kulturhistorisehen Gesichtspunkten noch viel zu wenig erfolgte, für die aber unsere Gegenwart mehr denn je empfänglich ist. Denn wir pflichten dem Verfasser bei, wenn er sein Werk mit folgenden Schlußworten der Oeffentlichkeit übergibt: ״Inzwischen sind für unser Volk schwere Zeiten gekommen, und da ist ein Rückblick auf ein stolzes Stück jüdischer Rechtsgeschichte besonders wertvoll. Das Bewußtsein unseres alten, großen Rechtes wird manchem von uns neue Kräfte geben und den Blick in die Zukunft selbstbewußter und glücklieber gestalten.“ Das Jahrbuch für die jüdischen ,Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte für das Jahr 5697 enthält u. a. auch einen für die Leser unserer Zeitschrift besonders interessanten Beitrag von Martin Cohen, Altona unter Zeitschrift besonders interessanten Beitrag von Martin Cohen, Altona unter dem Titel 100״ Jahre 19 Briefe, ein Blick in die Werkstatt Samson Raphael Kirschs.“* Nach einer kurzen Darstellung über die Entstehung der 19״ Briefe44 als Voranfrage wegen Herausgabe des Choreb folgen eine Reihe bisher unveröffentlichter Briefe, die Rabbiner Hirsch aus Oldenburg an seinen Vater und seinen Vetter Z. H. May richtete. Die Briefe sind außerordentlich interessänt, nicht nur wegen ihres Schreibers, sondern auch wegen des Spiegelbildes der damaligen Zeit, welches sich deutlich aus ihnen ergibt. אוסף מכתבים מכ־ק אדמור מגור Ein hochbedeutsames, in seiner Art unter der zeitgenössischen Literatur einzigartiges Werk ist im Verlage von I. M. Epstein, Warschau, Twarda 15, erschienen. Es handelt sich um eine Sammlung von Briefen, die der unter den Thoragrößen der Gegenwart ragende Gerrer Rabbi Abraham Mordechai Alter שליט״א im Laufe der letzten 25 Jahre