Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 281 (sequence 31)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/2551369-2551418-2551423--2707-2554235- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m Das betreffende Schreiben des damaligen Züricher Zentral-־ büros der Agudas Jisroel an die Leitung der Zionistischen Organisation Kopenhagen vom 15. 11. 1918 lautet: ״Da jetzt die Stunde herannaht, in welcher die Interessen der Gesamtjudenheit bei der Neuordnung der staatlichen Verhältnisse ein möglichst geschlossenes Vorgehen aller jüdischen Organisations- und Parteileitungen nach außen als Pflicht und Notwendigkeit erscheinen lassen, erachten wir, die wir z. Z. vom Zentralkomitee der Agudas Jisroel Organisation, mit Rücksicht auf unsern Sitz im neutralen Lande beauftragt wurden, die Führung der Geschäfte zu übernehmen, es für angebracht, mit diesen Zeilen an Sie heranzutreten. Als Organisation״ welche die großen Massen der thoratreuen Jehudim und damit die weitaus große Majorität des jüdischen Volkes vertritt, würden wir es mit großer Freude begrüßen, wenn, bei Wahrung unserer Prinzipien, eine Verständigung zwischen Ihnen und uns herbeigeführt werden könnte. Es würde dann sicherlieh der Anschluß aller anderen, kleineren Verbände auch leicht zu erzielen sein und dadurch ein gemeinsames Vorgehen nach außen sich ermöglichen, durch welches die durch die Zersplitterung den höchsten jüdischen Volksinteressen drohenden Gefahren vermieden würden. Wir verkennen keineswegs die große politische Bedeutung, welche die zionistische Aktion für die Judenheit gehabt hat und die großen Erfolge, auf die zu hoffen deren Initiatoren ein Recht haben. Wir zweifeln aber auch keinen Augenblick, daß die zionistische Leitung sich bewußt ist, wie sehr die erste Lebensbedingung für ihre politische Tätigkeit in der Tatsache liegt, daß die Judenheit in den Jahrtausenden der Zerstreuung sich vor Untergang geschützt hat, und daß ihr diese Lebenserhaltung nur durch die von ihren Massen betätigte Thoratreue ermöglicht wurde; daß sie sich auch bewußt ist, welche Stellung die thoratreue Judenheit bei der Lösung aller Fragen der Gesamt judenheit beanspruchen darf und muß. Soweit diese Fragen die Interessen der Juden in der Diaspora betreffen; bieten sich einer gemeinsamen Tätigkeit aller Verbände und;Organisationen für deren bestmögliche Lösung wohl kaum Schwierigkeiten. Sind wir ja in Jahrtausenden der Zerstreuung und der Leiden stets, wo immer Druck und Gefahr drohte, einer für den andern eingetreten ohne Rücksicht auf persön-