Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 10-12 (Juli 1937)
- Date
- 1937-07-01
- Page
- Seite 279 (sequence 29)
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279 ״Du sollst nur freudig bleiben״ - Wenn fidi jemand in dieser Zeitlichkeit eine Festesfreude bereiten will, kauft er fidi Fleifch, kocht es in feinem Hause, um am Fefte Freude zu haben; fetzt er Geh dann zu Tifch und gibt einem jeden feiner Söhne ein Teil, da fpricht der eine: der Teil meines älteren Bruders ist gröber als der meine - Geh, da ist ihm feine Freude vergällt. Einst aber werden die Töpfe kochen, der Menfch wird es fehen, und seine Seele wird Geh freuen; fo hei&t es auch: ,Gott setzt den Frieden״ - die Töpfe kochen - dann wird die Freude der Menfehen eine ungeteilte sein. ,Du Tollst nur freudig bleiben״ (Deut. 16) - es ist jene dauernde, durch nichts zu trübende Lebensfreudigkeit, die als reife Frucht wahrhaft erlebter Festeswochen uns zuteil wird, wenn wir gelernt haben, unsere Freude und unseren Frieden aus Gottes Nähe zu gewinnen. Gottes Heiligtumsweihe gewährt eine Lebensfreudigkeit, die nicht vom Augenblick geboren, auch nicht an Raufch und Taumel gebunden, felbst angeGchts fchwerfter Lebensfchickungen Geh behauptet. Das ist der Sinn jenes Warheitswortes (: (נדו שמיני וידם אהרן, כיון ששמע אהרן שבניו יראי שמים הן שתק, ומנין שקבל שכר על שתיקתו שזכה שנתיחד אליו הדבור שני וידבר ה׳ אל אהרן וכר יין ושכר אל תשת וכר הה״ד פקודי ה׳ ישרים משמחי לב ,Ahron fchwieg״ - in der fchwersten Stunde feines Lebens, als ihm die Söhne am Tage der Heiligtumsweihe entrissen wurden — er fchwieg, als er die Überzeugung gewann בקרבי אקרש, dab feine Söhne nicht unwürdig befunden wurden, unter die ,Gott Nahen" gezählt zu werden• Da konnte auch die fchwerfte Lebensfchickung ihm nicht jenen Frieden und jene stille Freudigkeit rauben, die nur in Gottes Nähe, aus Gottes Heiligtumsnähe zu gewinnen ist. Ihm ward daher auch die Gottesbotfchaft zuteil, dab, wer in Gottes Heiligtum eingehen will, Wein und Beraufchendes nicht trinken darf: denn die Freude, die in Gottes Heiligtum gewonnen wird, ist nicht die Frucht des Sinnenraufches; ihre Quelle ist das Gottes Nähe verbürgende Gesetz, es ,erfreut das Herz״. Diefe ungetrübte dauernde Lebensfreudigkeit ist unzertrennlieh mit dem Lebensfrieden verknüpft, den nur Gott dem Leben zu Gehern vermag. Denn nur Gottes Nähe vermag die Dämone des Neides und der Scheelfucht aus dem Leben des Menfchen zu bannen, die eine ungetrübte Freude nicht aufkommen lassen. ה׳ תשפות שלום לנו ,Gott setzt uns den Frieden״ (Jes. 26). שפת ift ein geläuüger Ausdruck für ,einen Topf auf den Herd stellen״. Das