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Nahalat tsevi · 1936-10-01 · Heft 1-3 (Oktober 1936) · p. Seite 83

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VII (5697) 1936/37
Issue
Heft 1-3 (Oktober 1936)
Date
1936-10-01
Page
Seite 83 (sequence 85)
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63 präge erhalten, weist den unendlichen Reichtum nach, zu dem die Welt der Gebete auch dem fchlichtesten Leben im Ablauf eines Jahres zu verhelfen vermag. Bei der Heranziehung eines gewaltigen Quellenmaterials, wie es bei dieser Bearbeitung der Fall ist. galt es, die Gefahr der Überladung zu vermeiden, was dem Verfasser nicht nur durch weise Befchränkung, sondern vor allem durch eine präzise, sachliche Wiedergabe gelungen ist, wobei die Sprache an Klarheit und Leichtverständlichkeit nichts eingebubt hat, wiewohl sie durchweht ist von der verhaltenen Glut und heißen Gefühlsinnigkeit, die der Welt der Gebete eignet. Im übrigen dürfen wir auf unsere früheren Ausführungen hin weisen. Die Tatsache, daß das Werk bereits in 2. Auflage vorliegt, beweist, daß unser Wunfch, daß diesem Buche verdiente weiteste Verbreitung befchieden sein möge, kein vergeblicher war. Anleitung zum Talmud-Studium von Naphtali Cohn. 1. Heft, Traktat Sabbat, Abfchnitt 1, Hermon-Verlag, Frankfurt a. M. 5696/1936. Es ist ein altes Wort, daß die Einleitung zu einem Buch fchwerer zu fchreiben ist als das Buch selbst. Das gleiche gilt für die Anleitung zu einem Buch, die es dem Verständnis näher bringen soll. Solch ein Werk gibt uns Herr Rabbiner Dr. Naphtali Cohn. Verf. geht davon aus, daß die Bestrebungen, das Talmud- Studium bei der jüngeren Generation heimifch zu machen, nicht die gewünfchten Erfolge gehabt haben, und erbringt den Beweis für diese Behauptung in dem Hinweis auf die erstaunlich geringe Anzahl von literarifchen Arbeiten, die das Lernen bisher gezeitigt hat. Ich glaube nicht, daß Arbeiten über den Talmud ein Kriterium sind für die Intensität des Lernens. Aber diese Feststellung besagt nichts gegen den überaus wertvollen Inhalt des Cohn’fchen Buches. Es ist richtig und vor allem wesentlich für die Leiter von Schiurim, daß sie im Unterricht die systemaiifche Darstellung der Hauptfragen und ihrer Verzweigungen, die Klärung der grundsätzlichen Streitpunkte zwifchen den Tannaiten und Amoräern berücksichtigen müssen, weil Rafchis Erklärungen - nach Glossarenart - ja mehr an die einzelnen Worte des Textes anknüpfen. Und es ist besonders wertvoll, daß anfchauliche Zeichnungen, beispielsweise zu den Begriffen רשות היחיד וכר׳ das halachifche Problem verdeutlichen. Aber man fragt sich doch, für wen ist das Buch gefchrieben? Für die Lernanfänger — sc. auf dem Gebiete des Talmuds — ist es zu fchwer, und die verantwortlichen Leiter von Schiurim und

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