Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1936)
- Date
- 1936-10-01
- Page
- Seite 27 (sequence 29)
- Belongs to
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27 gleich größere und dringlicher e Auf gäbe bereitzustellen, die die Ermöglichung der Heilighaitung des S c h 5 m i tt a ges e t z es im Heiligen Lande bedeutet? Das wäre gewiß die machtvollste ״Kundgebung für den Gottesgedanken“ auf heiligem Boden. Samson Raphael Hirfch und unsere Zeit. Von Dr. Maximilian Landau I. Die Gestalt Samson Raphael Kirschs ist in letzter Zeit zum Gegenstand einer lebhaften Auseinandersetzung geworden. Von verschiedenen Standpunkten her wird an sein geistiges Werk und seine geschichtliche Wirksamkeit die kritische Sonde gelegt. Der früher ziemlich geschlossene consensus über seine Lebensleistung weicht neuerdings immer mehr dem Bestreben, ihre Bedeutung für unsere Zeit in Frage zu stellen oder sie in erhebliehen Teilen einzuschränken. Daß diese Kritik, soweit sie einer schlecht verhehlten Abneigung gegen das gesetzestreue Judentum überhaupt entspringt und in der Person S. R. Hirschs die Orthodoxie an sich treffen will, eine ernsthafte Prüfung nicht verdient, ist klar. Aber die kritische Haltung, die S. R. Hirsch gegenüber in manchen gesetzestreuen Kreisen selbst entstanden ist, ist einer aufmerksamen und sorgfältigen Betrachtung wert: denn sie läßt auf bedeutende Verschiebungen in der Mentalität der deutschen Orthodoxie schließen und macht eine grundsätzliche Ueberprüfung unserer Stellung zu Samson Raphael Hirsch notwendig. Von mancherlei Positionen her und in verschiedener Riehtung werden die Vorbehalte gegen Hirsch geäußert, doch in einem Punkte finden sie sich alle: darin, daß sie Hirschs Wirken in wesentlichen Teilen als zeitgebunden betrachten und die Geltung seiner Leistung für unsere Zeit nicht mehr als voll anerkennen. Und selbst die Hirsch-Apologetik, die sich bemüht, diese Vorwürfe zu entkräften, sieht sieh genötigt, manche ihr von Sekundarem Rang erscheinenden Stücke seines Werkes preiszugeben, um den überzeitlichen Wert des übrigen umso nachdrücklicher zu betonen. Woher stammt nun die veränderte Einstellung zu Samson