Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1936)
- Date
- 1936-10-01
- Page
- Seite 25 (sequence 27)
- Belongs to
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25 nungen spottet — denn nach allgemeiner Anschauung gäbe es für das jüdische Volk nichts Besseres, als sich mit den Völkern zu assimilieren und mit aller Kraft deren Nähe zu suchen, wir aber erleben das Gegenteil: je mehr wir uns ihnen zu assimilieren suchen, desto mehr hassen sie uns, und je mehr wir unseren jüdischen Charakter verleugnen, desto mehr werden wir ihnen Gegenstand der Verachtung — so ist auch Erez Jisroel herausgehoben von allen anderen Ländern, in seiner Erhaltung nicht von den physischen Voraussetzungen bedingt, denen alle anderen Länder unterliegen, vielmehr Gegenstand göttlicher Für־־ sorge und auf die gewissenhafte Erfüllung des Gottesgesetzes angewiesen.“ So schrieb der Gaon שדת משיב דבר פי' נ׳) נצי״ב זצ״ל), und mehr als alle wirtschaftliche Not bewegte ihn die Sorge, wie das Sch’mittajahr, in dem jüdische Kolonisten von der gewohnlichen Arbeit befreit, zu einem Jahr geistiger Arbeit und geistiger Sammlung im Dienste der Thorapflege gestaltet werden könne (s. das.). Jahrzehnte später hat der unvergeßliche Gottesstreiter, der berühmte Gaon und Jeruschalmikommentator, R. Jakob David Ridbas זצ״ל, der nach einem recht bewegten Leben im heiligen Lande seinen Wohnsitz nahm, um für dessen Heiligung sich einzusetzen, sich an die Spitze der rabbinischen Führer gestellt, die einer restlosen Verwirklichung der Sch’mittaforderungen das überzeugende Wort sprachen. Mit rücksichtsloser Schärfe geht er mit den Thoraverächtern im heiligen Lande zu Gericht, beschwört die Manen jener ersten heiligen Männer, die den ״neuen Jischuw“ propagierten ״in der festen Ueberzeugung, daß, wenn jüdische Kolonisten den heiligen Boden wieder bestellten und Sch’mitta nach Vorschrift der Thora hielten und damit das Unrecht wieder gutmachten, das einst die Väter begangen, dies den ersten Anstoß zur kommenden Geula geben werde“; ruft die Gola auf, die gottesfürchtigen Kolonisten in ihrer heiligen Arbeit tatkräftig zu unterstützen — ist sich freilich auch schmerzlieh bewußt, zu welch unglaublichem Haß die Gesetzesverachtung entfremdeter Brüder sich zu erniedrigen sich nicht scheut, von denen der Sohar (פ׳ שמות) sagt, daß, wenn einst Moschiach sich anschicken wird, unter Gogmagogkämpfen der Welt die Erlösung zu bringen, Entartete des jüdischen Volkes sich Gog- Magog anschließen werden, um gegen Moschiach anzukämpfen, und fügt die seherischen Worte hinzu, ״davor ist mir bange, die Geschichte wird sprechen“, — um mit dem erschütternden Ge-