Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VII (5697) 1936/37
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1936)
- Date
- 1936-10-01
- Page
- – (sequence 3)
- Belongs to
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Von dem pädagogischen Werte des Judentums. Von Rabbiner Hirsch זצ״ל♦ Dieser Aufsatz aus der Feder Rabbiner Hirschs לצ״ל erschien im Jahre 1873 und zählt zu den wissenschaftlichen Arbeiten, mit denen Rabb. Hirsch die jährlichen ״Einladungsschriften“ seiner Unterrichtsanstalten begleitete. Während alle anderen in den Gesammelten Schriften auf genommen sind, ist dieser Aufsatz aus unbekannten Gründen in dieser Sammlung nicht enthalten und daher den meisten Lesern nicht bekannt. Die etwas ungewöhnliche Ueberschrift sowie die ganze Darstellung, sowohl stilistisch als auch inhaltlich, ist durch die Tendenz gerechtfertigt, die diese Aufsätze verfolgten, die in ihren Ausführungen vor allem die breite nichtjüdische Oeffentlichkeit mit dem Wesen der jüdischen Schule und anderen jüdischen Institutionen bekannt machen wollten. Aber auch einem nachdenklichen jüdischen Leserkreis gibt dieser Aufsatz trotz seiner zeitlichen Ferne reiche Anregung und lädt zur besinnlichen Ueberprüfung von Urteilen, die der Bedeutung der jüdischen Schule in der Gegenwart und ihren großen Aufgaben im Dienste einer Ertüchtigung der jüdischen Jugend für das Leben durchaus nicht gerecht werden. Die Schriftleitung. Wenn diese Blätter dem Versuche gewidmet sein möchten, den Wert darzustellen, welchen das Judentum als Erziehungsfaktor für die Erziehung und Bildung der Jugend haben dürfte, so sind wir uns wohl bewußt, wie sehr wir damit an die Frage zu streifen scheinen könnten, welche in nicht geringem Maße die pädagogischen Interessen der Gegenwart bewegt. Den Jugendunterricht überhaupt von dem Zusammenhang mit religiosen Erkenntnissen frei zu machen, erscheint ja einem großen und wahrlich nicht zu unterschätzende?! Teile aufrichtiger Freunde der Jugendbildung als ein innerster Linie anzustrebendes Ziel. Allein wir sind sehr geneigt, zu glauben, diese Bestrebungen betrachten sich selber nicht als das Resultat einer hingebungsvollen Würdigung der Bildungszwecke und der Bildungsaufgabe an sich, sondern nur als ein von äußeren Beziehungen zeitlich an die Hand gegebenes Bedürfnis. Die Zukunft der Menschenbildung liegt nicht in der Befreiung von aller religiösen Erkenntnis, und die Zukunft der Jugendbildung dürfte in dieser Bahn zu suchen sein?! Nur eine nihilistische Verneinung alles Kulturwertes des Religiösen überhaupt könnte das Religiöse aus dem geistigen Inventar der Menschheit der Zukunft zu streichen wünschen und es daher aus dem Bildungsressort der Pflanz-