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Nahalat tsevi · 1936-07-01 · Heft 10-12 (Juli 1936) · p. Seite 334

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
VI (5696) 1935/36
Issue
Heft 10-12 (Juli 1936)
Date
1936-07-01
Page
Seite 334 (sequence 80)
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334 Zeitung Nr. 21 vom 22. Mai 1936. Es wird Hirsch’s unermüdliche Wirksamkeit als Landrabbiner im Kreise seiner Gemeinde auf dem Gebiete des Schulwesens, der Wohlfahrtseinrichtungen, des Synagogenbaus in eingehender Weise gewürdigt. Es ist auch richtig, wenn darauf hingewiesen wird, daß die literarische Tätigkeit Hirsch’s während seiner Emdener Amtszeit unter der gemeinnützigen Wirksamkeit leiden mußte, immerhin verdient hervorgehoben zu werden, was dem Schreiber des Artikels wohl entgangen ist, daß in die Zeit des Emdener Aufenthalts die ״Zweiten Mitteilungen aus einem Briefwechsel über die jüdische Literatur“ (1844) fallen, welche sich besonders gegen Holdheim und seinen Kreis wenden. Wenn inzwischen auch durch die Entwicklung manches von dem, was damals gesagt wurde, schon beinahe zur Selbst- Verständlichkeit geworden ist, sind gerade heute wesentliche Partien dieses Werkes von besonderer Aktualität. Wir hatten die leider falsche Hoffnung, daß bis zum Erscheinen dieser Nummer des ,Nachlath Zewi‘ die U n - ruhen in Erez Jisroel ein Ende genommen hätten, und hatten daher auch unseren verehrten Mitarbeiter, Herrn Dr. Isaac Breuer, ersucht, die Fortsetzung der im vorigen Heft erschienenen ״Palästina-Briefe“, welche sich mit den tieferen Gründen und Konsequenzen der Vorfälle beschäftigen, im ״Israelit“ zu veröffentlichen, damit die interessierte jüdische Oeffentlichkeit zu einer Zeit von dem Inhalt dieser Briefe Kenntnis bekomme, da sie aktuell sind. Einige dieser Briefe, die zukunftsweisend sind, werden überdies in einem Sonderheft von der Palästina-Centrale der Agudas Jisroel herausgegeben. Heute möchten wir uns auf die Registrierung einiger wesentlicher Tatsachen beschränken: Wie aus der Tagespresse bekannt, hat die arabische Agitation versucht, den religiösen Fanatismus der Araber dadurch aufzustacheln, daß sie den Juden unterschob, daß sie die Absicht hätten, auf dem Platz der Omar- Moschee das Beth Hamikdasch zu errichten. Wir zweifein nicht daran, daß die A g u d a t h Israel Gelegenheit nehmen wird, den zuständigen Stellen den Nachweis zu erbringen, daß gerade die jüdische Religion es nicht nur verbietet, heutzutage das Beth Hamikdasch zu bauen, sondern auch nur den Har Habajith zu betreten, (vergl. Choreb Kap. 115 § 704 sowie das ausführliche und instruktive ספר עבודה תמה von Rabbi chajim Nathanson, erschienen in Altona 5632, welches auf 126 Seiten in 9 Kapiteln ausführlich alle einschlägigen, damit im Zusammenhang stehenden Fragen behandelt). — Etwas naiv mutet die Zurückweisung dieser arabischen Unterstellung durch das Zentralorgan der zionistischen Organisation ״Haolam“ an, wenn im Leitartikel von Nr. 30 am 2. Juli 1936 zu lesen ist: ״wenn eine religiöse Grundlage in unserer Bewegung ist, so ist sie es nicht nach der kleinlichen Auf fassung der arabischen Führer. Auch nach der Ansicht der ,Gläubigen in unserer Mitte kann es sich nur um das Beth Hamikdasch von oben handein, welches auf Erden das Haus des Gebetes für alle Völker sein soll. Die religiöse Tendenz, die wir im Zusammenhang mit Erez Jisroel haben, ist die, daß auf diesem heiligen Boden, in dieser heiligen Stadt wir und die anderen in Brüderlichkeit und Freundschaft leben sollen, und daß in unserer Mitte nicht die Stimme der Bedrückung gehört werden soll, und daß sich nicht in diesem Lande und in der heiligen Stadt Menschen befinden sollen, die Blut vergießen

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