Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 7-9 (April 1936)
- Date
- 1936-04-01
- Page
- Seite 256 (sequence 66)
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256 Möge Gott hier und dort jedes redliche Bemühen um sein heiliges Reich auf Erden segnen und unser aller Augen mit dem Lichte Seiner Wahrheit erleuchten, stets das Rechte zu erkenneu und nur das wahrhaft Heilsame zu erstreben. Möge Er auch Ihre Gesellschaft einen Keim des reichsten Segens für unsere Heileszukunft werden lassen und Sie in allen Ihren Entschlüssen leiten und segnen. Genehmigen Sie usw. 19. May 1851. Büdiersdiau. Rabbiner Dr. Salomo!) Breuer זצ״ל/ Belehrung und Mahnung, V. Teil Deuteronomium 147 S. Verlag der Rabbiner Hirsch Gesellschaft, Hcrmon-Druckerei Frankfurt am Main. Nun liegt das Werk abgeschlossen vor uns, und ein mit Liebe ausgearbeitetes Inhalts- und Sachverzeichnis erleichtert den Gebrauch und macht die Predigtsammlung zu einem Lehrbuch. Dieser Band ist nach jeder Hinsicht die Krönung des Werkes, denn er zeigt uns wieder einmal, wie wahr das Wort unserer Weisen ist חכם עדיף מנביא♦ Denn an einzelnen Stellen zeigen diese Reden prophetische Ausblicke auf unsere Zeit. Einzelne Schriftdeutungen überraschen durch ihre fast an Selbstverständlichkeit grenzende schlichte Auslegung, so namentlich die Erklärung des Doppelwortes לא und לך in der Jaum Kippur-Predigt (Seite 110 ff.) zu Ps. 139, zu dem Singular- und Plural- Wechsel in Deut. 21 (S. 40 ff.). Die wärmsten Tone fand der Verfasser, als es galt, der ihm anvertrauten Gemeinde die Wahrheit zu sagen. Besonders die Reden dieser Art dürften für einen Geschichtsschreiber der isr. Religionsgesellschaft von bleibendem Wert sein. Wenn die Gemeinde nur einigermaßen ihren Rabbiner so kannte und liebte, wie er seine Gemeinde in ihren einzelnen Gliedern und vor allen Dingen in der Gesamtheit ihres Werdens, ihres Bestandes und ihrer Ziele — das muß etwas Herrliches gewesen sein. Gerade beim Lesen dieses fünften Bandes beschäftigte uns abermals die Frage, ob Reden auf den Leser so wirken können wie auf den Hörer. Wir können sic bejahen, denn diese Reden, Kinder der alten und ewig jungen Deraschaform des Wortes von Mensch zu Mensch, vom Lehrer zum Schüler, sind nun ein Vademecum für das ganze Jahr geworden, eine Schule des religiösen Optimismus, die jedem Sabbat des Jahres wunderbare Erhebung abgewinnt und uns durch die Festeszeiten auf dem großen geschichtlichen Hintergründe durch eine Reihe unvergeßlicher Erlebnisse führt. Ausstattung ist würdig und geschmackvoll. P. K. Redaktionsschluss der nächsten Nummer: 15. Aw 5696(3. August 1936.