Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1935)
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 64 (sequence 66)
- Belongs to
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64 entlocken und ihre von Gott ihr verliehene ewig aktuelle Jügendfrische erweisen. Diese Konfrontation zu vollziehen und durchzusetzen, ist wesentliche Aufgabe der H. P. A. J. 7. H. P. A. J. ist die Partei der das Leben in seiner ganzen Vielgestaltigkeit beherrschenden und darum auch dieses Leben bejahenden Thora. b) Im Einzelnen. 1. H. P. A. J. fordert die Errichtung von Volksschulen, in denen für Unbemittelte Lernfreiheit besteht. 2. Das Lehrziel dieser Schulen soll sein: thoratreue jüdische Menschen, die in Thora und Talmud bewandert, weltanschaulich genügend vorbereitet sind und alle Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen, deren sie in ihrem praktischen Leben bedürfen. 3. H. P. A. J. fordert, daß die volksschulentlassene Jugend vor dem Eintritt ins Leben zunächst noch die Jeschiwa besucht. 4. H. P. A. J. fordert, daß die Jeschiwa für die künftigen Arbeiter das Sozial- und Wirtschaftsrecht der Thora im genauen Zusammenhang mit den sozialen mid wirtschaftlichen Tatbeständen der Gegenwart in Erez Jisroel lehre. Aus der Jeschiwa sollen die Arbeiterführer hervorgehen, die die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Gegenwart kennen und ihre Lösung im Geiste der Thora erstreben. 5. H. P. A. J. fordert, daß an der Jeschiwa für besonders geeignete und begabte Hörer Lehrkurse eingerichtet werden, die ihnen in stetem Zusammenhang mit der Thora ein für Arbeiterführer erforderliches Maß allgemeiner Bildung vermitteln. Es darf nicht sein, daß die sogenannte Intelligenz sich lediglich außerhalb des Rahmens der Thora findet. c) Fortbildung. 1. H. P. A. J. erachtet es als Pflicht aller ihrer Mitglieder, täglich feste Zeiten für das Studium der Thora einzurichten. 2. Es ist Pflicht jeder Gruppe der H. P. A. J., geeignete Lehrgänge in Thora und Talmud für ihre Mitglieder einzurichten. 3. Jede Gruppe soll einen geistigen Führer besitzen, der sicheres Thorawissen mit der Fähigkeit verbindet, die Arbeiter weltanschaulich zu beeinflussen und zu fördern. 4. Jede Gruppe soll regelmäßig Veranstaltungen treffen, in denen die sozialen und wirtschaftlichen Fragen des Tages zur Besprechung gelangen.