Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- VI (5696) 1935/36
- Issue
- Heft 1-3 (Oktober 1935)
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 54 (sequence 56)
- Belongs to
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$4 II. Praktischer Teil. A. Organisatorische Forderungen. I. H. P. A. J. und Agudas Jisroel. a) Poalim und Zeirim. 1. H. P. A. J. erblickt in der agudistischen Weltorganisation das organisierte thoratreue jüdische Volk. Innerhalb des organisierten thoratreuen jüdischen Volkes bedürfen die Arbeiter einer besonderen Organisation, um den ihnen auferlegten schweren Kampf ums Dasein mit vereinten Kräften im Geiste der Thora führen zu können. H. P. A. J. ist daher nicht nur eine Organisation zur Verbreitung von Thora und Jira unter den agudistisehen Arbeitern, sondern zugleich die organisierte Lebensgemeinschaft der agudistischen Arbeiter, der sie die Wahrnehmung und Förderung ihrer gesamten lebenswichtigen Interessen als Arbeiter anvertrauen. Ihre Mitglieder sind nicht Arbeiter^ die lediglieh ihre agudistischen Bestrebungen durch II. P. A. J. verwirkliehen wollen. Ihre Mitglieder sind vielmehr Agudisten, die mit Hilfe der H. P. A. J. als Arbeiter zu einem Gott gefälligen, menschenwürdigen Dasein zu gelangen streben. Die Zeirim unterscheiden sich von den übrigen Agudisten begrifflich lediglich durch das Alter. H. P. A. J. lehnt daher jede organisatorische Vermengung mit den Zeirim grundsätzlich ab. Jeder Versuch einer solchen Vermengung würde den Charakter der H. P. A. J. als Arbeiterorganisation im wahren und eigentlichen Sinne des Wortes gefährden. 2. H. P. A. J. und Z. A. J. sind wesensverschieden, aber nicht wesensentgegengesetzt. Nichts steht im Wege, daß Zeirim, bei denen die Voraussetzungen zur Mitgliedschaft bei II. P. A. J׳ gegeben sind, ihr angehören, ohne aus der H. Z. A. J. auszutreten. Das gleiche gilt auch umgekehrt. b) Poalim und Landesorganisation. 1. H. P. A. J. fordert, daß alle ihre Mitglieder von der Mitgliedschaft zu den Ortsgruppen der Landesorganisation befreit sind, ohne das Recht zum Eintritt in die Ortsgruppen zu verlieren. Gegenüber den Ortsgruppen fordert H. P. A. J. volle Autonomie. 2. H. P. A. J. fordert für ihre Mitglieder das aktive und passive Wahlrecht zu den Organen der Landesorganisation. H. P- A. J. ist bereit, an die Kasse der Landesorganisation einen Be-