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Nahalat tsevi · 1935-08-01 · Heft 11-12 (August 1935) · p. Seite 345

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
V (5695) 1934/35
Issue
Heft 11-12 (August 1935)
Date
1935-08-01
Page
Seite 345 (sequence 55)
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345 Die Herzensgüte des Dahingegangenen war bezwingend. - Als er zu seinem groben Weh bemerkt hatte, dab die Bedeutung der Jeschiwoth in den Augen der groben jüdischen Welt gesunken war, da schuf er den Keren Hathorah, um die Geber für den Gedanken der Aufrechterhaltung dieser Lehranstalten zu begeistern. Unermüdlich reiste er von Stadt zu Stadt, von Land zu Land, und da es ihm mit seiner unendlichen Liebe zu Thora heiliger Ernst war, gelang es ihm, die bestehenden Jeschiwoth zu fördern und die Erstehung neuer Jeschiwoth zu ermöglichen. Die Talmudhochschule zu Lublin schuldei ihm ewigen Dank. Er war ein Freund der Jugend, die ihn liebte und verehrte, weil sie empfand, wie er kraft seiner poetischen Begabung ihnen das Wort der Psalmen und die Mahnungen der Propheten zu unveräuberlichem Eigentum ihres Innenlebens gestaltete. An der Tür dieses gütigen Mannes pochte kein Armer vergebens, an seinem Herzen weinte kein Zagender, ohne getröstet und gestärkt von ihm zu scheiden. Er starb wie einer der Frömmsten, er ist nicht mehr. Zu seinem Erbe ist jeder thorahtreue Jude verpflichtet, das ist die grobe heilige Mahnung, die aus diesem Grabe spricht. ת״נ׳צ״ב״ה Chronik. Die Zeit zu eiuetn abschließenden Urteil über den misrachistischen Konj greß in Krakau, dem zionistischen; in Luzern und demjenigen der : Neuen Zionistischen Organisation in Wien ist noch nicht gekommen. In Bezug auf das Abkommen zwisehen Misraehi und Histadruth wird man, unbeschadet der prinzipiellen Stellungnahme zum Zustandekommen und Inhalt dieser Abmachung, zunächst konstatieren müssen, daß für die nächsten sechs Monate xugestan• denermaßen die Sabbathentweihuiig noch andauert und es erst dann sich herausstelien wird, ob die Drohung mit ״Sanktionen‘4 von Seiten der Zionistischen Organisation sich als wirksamer erweisen wird als das Flammen wort am Sinai. Man wird auch erst im Laufe der Entwicklung erkennen können, ob der Beschluß des Misraehi in Krakau, die Zugehörigkeit zum Misraehi nicht m eh r v o n der Z a h 1 u n g des Schekels a b h ä n g i g zu machen, bloß eine taktische Vorbereitung für Luzern war, oder ob dieser Beschluß — natürlich außer־ halb des Misraehi Hawatik — in die Tat umgesetzt wird. Besetzung und: Verlauf des Luzerner Kongresses haben die dominierende Stellung der Histadruth inner־ halb der zionistischen Organisation mehr denn je erwiesen. Es dürfte gar nicht uninteressant sein, Kenntnis von einem Interview zu nehmen, wel&hes Ben G u r i o 11 einer Luzerner nichtjüdischen Zeitung gab. Da

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