Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- V (5695) 1934/35
- Issue
- Heft 11-12 (August 1935)
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 294 (sequence 4)
- Belongs to
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294 Wer die Religion bekämpft, hat mit dem jüdischen Volk gebrochen. Den religionsfeindlichen Bolschewismus haben wir darum von Anbeginn an verurteilt. Wer die Sittenreinheit verletzt, die die jüdische Religion von ihren Bekennem fordert, entweiht Gottes Namen und Gottes Thora und gefährdet damit das jüdische Volk und die jüdische Rasse, Unsittlichkeit, ob mit Juden oder Nichtjuden, ist unserer Religion, ist Thora und Talmud stets ein Verbrechen gewesen. Solange wir Gottes heiligem Willen die Treue wahren und seinen Namen durch unser Leben heiligen, sind wir berechtigt, unsere Zukunft ihm vertrauensvoll anheim zu geben. Gott führt uns, er wird uns nicht verlassen. Der Vorstand des Verbandes orthodoxer Rabbiner Deutschlands; i. A.: Rabbiner Joseph J. H o r o v it z ־ Frankfurt, Rabbiner Dr. A. Klein־ Nürnberg, Rabbiner Dr. J. Merzbach־ Darmstadt. יונה. Aus einer Jom-Kippur-Predigt 1924. Von Rabbiner Dr. Raphael Breuer b'וצי׳. Das Wort Gottes erging an Jona, den Sohn Amitais: ״Mache Dich auf, gehe nach Niniwe, der großen Stadt, und verkünde über sie, denn emporgestiegen ist ihr Frevel vor mein Angesicht.“ Die Mission des Propheten Jona ist die gleiche wie die des jüdischen Volkes, dieses Propheten unter den Völkern. Auch an uns erging das Wort Gottes, in die große Welt hinaus zu gehen und über sie den Namen Gottes zu verkünden. In dieser Ver־ kündigung des Gottesnamens, in dieser Bewahrung des Gottes־ gedankens vor dem Untergang in einer verderbten Welt erschöpft sich der ganze Zweck unseres Judeseins. Wir sind Juden, weil uns Gott dazu bestimmte. Gott braucht Pioniere, die für ihn arbeiten. Wir sind die Chaluzim, die Pfadfinder und Wegbereiter des Reiches Gottes auf Erden. Haben wir unsere Mission erfüllt? Kein anderer Tag des Jahres legt uns die Pflicht einer ehrlichen Beantwortung dieser