Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 7-8 (April 1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 174 (sequence 12)
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174 aller Schärfe und Schroffheit gegen den sozialistischen Internationalismus. Aber so unjüdisch der Internationalismus der H. H. ist, so unjüdisch ist der Nationalismus der Revisionisten. Denn auch dieser Nationalismus der Revisionisten ist ja nur eine Anleihe bei den Völkern der Erde, ist ja nichts als geistige, als kulturelle Assimilation, nichts anderes; und die ungeheure Tragik, die wir in unserem Lande heute auf kulturellem Gebiet sehen und auf Schritt und Tritt bemerken müssen, sie besteht darin, daß in diesem neuen Leben in unserem Lande zwei Theorien sich miteinander herumbalgen, von denen das thoratreue jüdische Volk sagen muß, daß weder die eine noch die andere wahr ist, weder die eine noch die andere jüdisch ist, daß in beiden vielleicht ein Funke jüdischer Wahrheit vorhanden sein mag, aber entstellt und verschüttet, und daß die ureigene jüdische Idee in diesem Lande bis jetzt überhaupt noch nicht zur Darstellung oder gar zum Durchbruch gelangt ist. Begreiflich, wenn im Anblick dieser Dinge und dieser Verhältnisse der alte Jischuw bis jetzt die innere Beziehung, den inneren Zusammenhang zu diesem neuen jüdischen Leben nicht gefunden hat, nicht hat finden können. Und dennoch, so unjüdisch das Bild des öffentlichen Lebens dort ist, in dieser Auseinandersetzung zwischen H. II. und Revisionisten, so erstaunlich ist im Grunde genommen der gewaltige jüdische Kern, der doch in unserem Lande und unter der heute dort vorhandenen jüdischen Bevölkerung immer wieder in die Erscheinung tritt. Glauben Sie denen nicht, die Ihnen sagen, daß Erez-Israel ח״ו trefoh geworden ist, glauben Sie nicht, daß etwa Tel-Aviv חייו trefoh geworden ist; wer also spricht, verleumdet, oder sucht seine eigene Untätigkeit, seine eigene geistige Trägheit zu verteidigen. Ich habe in diesem Lande immer wieder und immer wieder mit der tiefsten Erschütterung wahrnehmen müssen, wie unendlich schwer es ist, das jüdische Volk und seine Teile nun wirklich von der Tbauro loszulösen. Das haben sich die Urheber des Zionismus tausendmal leichter vorgestellt, als es in Wirklichkeit gebt. Wer ist denn nach Tel-Aviv gekommen, um diese Stadt zu gründen? Wissen Sie, daß die Gründer von Tel- Aviv Menschen gewesen sind, die sich niemals hätten träumen lassen, daß je ein Haus in dieser Stadt eine Mesusoh zeigen werde? Wer waren denn die, die all’ die Jahre hingekommen sind? Unter den Stößen des Zaren sind hingekommen Menschen, die der Thauro entfremdet waren, noch ehe sie den Fuß ins Land gesetzt hatten. Unter den Stößen des Welthasses, unter den Impulsen des Welk