Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 7-8 (April 1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- – (sequence 3)
- Belongs to
- journal issue
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Erez Jisroel. Rede, gehalten am 10. Ijar 5694, von D r. Isaac Breuer. (Nach stenographischer Aufzeichnung.) ln der Thauro findet sich eine Weissagung von einer ganz eigenartigen Bedeutung und ganz eigenartigem Inhalt. Diese Weissagung schaut auf die Jahrhunderte, in denen das jüdische Volk und das jüdische Land von einander getrennt sind, und für die Dauer dieser Trennung spricht sie 80 eine Art von Bann aus über das jüdische Land. והשמתי אני את הארץ ושממו עלי, איביכם אשר ״ ישכים בה♦Ich verhänge Ode über das Land. Der Öde verfallen Eure Feinde darauf, die darin sich niederlassen wollen.“ Und unmittelbar darauf heißt es in der Thauro: ״ ואתכם אזרה בגרםEuch aber zerstreue ich unter die Völker.״ Die Öde des Landes, die Starrheit des Landes auf der einen Seite, die Zerstreuung des jüdischen Volkes auf der anderen Seite: das sind die beiden Merkmale, die von der Vorsehung ausgesprochen sind für die Dauer des Golus. Diese Weissagung, sowohl hinsichtlieh des Landes als auch hinsichtlich des Volkes, wir, die wir heute viele Jahrhunderte überblicken können, wir alle sind Zeugen, daß diese Weissagung der Thauro wortwörtlich in Erfüllung gegangen ist. Wir alle wissen, daß das jüdische Land, daß Erez Jisroel Jahrhunderte lang der Öde verfallen war. Ein Land, das wie kein anderes von der Vorsehung dazu bestimmt zu sein schien, dem Verkehr zu dienen, ein Land, das die natürliche Brücke bildet zwischen drei Erdteilen, das die wirtschaftliche und die kulturelle Aufgabe von Anfang an hatte, zwischen Asien, Europa und Afrika zu vermitteln, dieses Land, von einer Lage, wie sie kaum ein zweites Land der Erde aufweist, ist Jahrhunderte lang der Öde, der Erstarrung anheim gegeben gewesen. Gerade seine unerhört günstige Lage ist, rein politisch gesehen, ihm zum Verhängnis geworden, denn jede Großmacht, sei es aus Asien, aus Europa oder aus Afrika, mußte den natürlichen Wunsch hegen, sich seiner zu bemächtigen. Und so geschah es auch, bis schließlich das Land unter der arabisch-türkischen Herrschaft der vollkommenen Öde anheimfiel, in einem Umfang, von dem sich nur der eine Vorstellung machen kann, der die nackten Berge des jüdischen Landes selber gesehen hat, Berge bedeckt mit Steinen, Berge, auf denen es keine Krume Erde gibt, nackte, verwüstete Berge, ein