Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- IV (5694) 1933/34
- Issue
- Heft 3-4 (Dezember 1933)
- Date
- 1933-12-01
- Page
- Seite 97 (sequence 51)
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9? kann und auch wirklich gewährt in völliger Befiiz- und Machtlofigkeit, und will die Augen dafür öffnen, wie wenig beneidenswert die auionomiftifche Wirtfchaftspolitik der Völker ift. Das foll Jibroeil empfänglich machen für die Wahrheit, dab fein Dafein nicht auf autonomer Wirtfchaftspolitik ruht, fondern auf der ihm jeweils von ״Gottes Mund1״ geteilten Aufgabe. Durch diefe tief in die Seele, ja in Fleifch und Blut gebrannte Lehre des Innuj foll das Volk, wenn ihm Belitz und Macht anvertraut wird, imftande fein, jeden eigentümlichen und eigennützigen Anfpruch auf fie willig und freudig zu unterdrücken und fie vorbehaltlos ganz nach Gottkönigs Willen zu verwalten, als Volkswirtfchaft des Gottesftaates, als fein angemeffenes leibliches Volkstum - Gauj kodaufch, und auf diefer Balis die blühende Entfaltung des feelifchen Volkstums für die Ehre Gottkönigs und feines Reiches zu gründen - Mamlechefe kauhanim. 3. Einielschicksal. Die Schule des Golub will das Volk erziehen und zur hieniedigen Bewährung ertüchtigen. Das Schickfal des Einzelnen vollendet lieh nicht in diefer Welt. Selbft wenn Innuj ihn völlig geläutert hat, kann er daraus keinen Anfpruch, ja nicht einmal eine Auslicht darauf herleiten, dab ihm perfönlich nun durch Ge- Währung von Macht und Mitteln auch die Gelegenheit zur Bewährung gegeben werde. Nur als Glied des Volkes kam er mit in den Schmelztiegel, und das Volk erfährt die Innuj-Schulung an feinen Gliedern, um als Ganzes, in diefem oder einem künftigen Gefchlecht, tauglich zu fein für die harrende Bewährung. Für den Einzelnen liegt der Sinn des Dafeins darin, als Volksglied zu feinem Teil die Volksgefchichte mitzutragen, fei es im Stadium der Erziehung oder der Bewährung, dab er auf feinem Polten feine Dienftpflicht erfülle, dem König, Gott, die Treue halte und dadurch (wenn auch nicht notwendig mit diefer Abficht) Anteil gewinne an der glorreichen Epoche gottesftaatlicher Erfüllung und feiner Seele im Jenfeits die höchftmögliche Gottesnähe verbürge* *. Darum ift auch der Grad der Schmerzhaftigkeit der Innuj- Erziehung (wiewohl jedes einzelne betroffene Volksglied für fich den Schmerz erleidet) nicht notwendig von der Würdigkeit oder Unwürdigkeit diefes Gliedes beftimmt, fondern von dem, was nach 1 V 8,3; s. a. Jesch. 51,11. * V 7,11 Raschi, Sanh. X u. Erkl., B’roch. 17 a העוה״ב אין בו.