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Nahalat tsevi · 1933-07-01 · Heft 10-11 (Juli 1933) · p. Seite 327

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 10-11 (Juli 1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 327 (sequence 31)
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527 sucht für neue Arbeit. Denn zwischen den Tagungen liegt das Arbeitsgebiet jdes Esra, nicht auf den Tagungen. So mannigfaltig auch die Themen sind, die seit der ersten Halberstädter Zusammenkunft 1919 behandelt wurden, sie bewegen sich immer wieder um das eine Kernproblem des Bundes: Wie erziehen wir am besten zum קיום הזעת, zur'thoratreuen Gesinnung und Praxis im; Leben? Und jede neue Problemstellung, die auf den Tagungen gesucht, gefordert, gefunden und immer noch leidenschaftlich umkämpft wurde, erwuchs aus den Mißerfolgen der Praxis heraus. die bei und mit den ״alten Zielen“ nicht das erreichte, was das gemeinsame Erziehungsideal sein sollte. In den Jahren 1921—25 waren es vor allem die allgemeinen Probleme jeder Jugendbewegung, die auf den Tagungen behandelt wurden. Man hatte ja manche Aeußerlichkeiten des Wandervogels übernommen. Nicht nur das ״Du“-Sagen, sondem auch eine Art Jugendstil in Kleidung und Haltung bildete sich heraus, ohne das der Gesamt-Esra nun eine neue ״Kluft“ bekam. Einzelne Gruppen dokumentierten ihre Geschlossenheit durch einheitliche Blusenfarbe, durch das weiße Schillerhemd, durch eine [bestimmte auffällige Blusennadel, welche die offizielle blaue Esfa-Nadel zu einem bescheidenen Dasein verurteilte. Manche führten — gleich der Freideutschen Jugendbewegung — für ihre Mitglieder auch das Nikotin- und Alkoholverbot ein. So wertvoll für den Esra diese Anleihen bei der allgemeinen Jugendbewegung auch sein mochten, es war stets umstritten, inwieweit sie mehr als äußerliche Form sein sollten. Diejenigen Gruppen, die in der allgemeinen Fragestellung: Individual- oder Kollektiverziehung sich für das letztere entschieden, unterstrichen in ihrer Erziehungsarbeit sehr stark den ״jugendbeweglerischen“ Inhalt. Am deutlichsten machte sich dergleieben Einfluß und Abhängigkeit zunächst in Schlesien bemerkbar, und als einige Es'räer der dortigen Gruppen dann in Würz bürg studierten, entstand dort das, was man im Bundesleben als ״Würzburger Kreis“ bezeichnete, ohne daß dieser Name sich lediglich auf die Esra-Gruppe Würzburg beschränkte. Eine intensive Behandlung allgemein - pädagogischer Probleme (Sexualethik, Moralpädagogik, Jugendpsychologie) unterschied den Würzburger Kreis von den: anderen Esräern, eine grössere Agilität und Aktivität in der Gruppenführung, eine innige

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