Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 8-9 (Mai 1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- – (sequence 2)
- Belongs to
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Ein Wort an ans. So oft Israel an der Kraft ,!des' göttlichen Wortes irre geworden und das gesetzlose Siechtum der Völker als ungebundene Fülle der Gesundheit beneidete, führte Gott es immer wieder und wieder in die Wülste, zerstreute es zuletzt in die מדבר העמים, in ״die Wüste der Völker(“, ließ es kennen lernen die von ihm beneideten siechen Zustände der Völker!, ließ es die öden Jahrhunderte der Völkergeschichte durchwandern und in der Wüste der Zeiten, am Bitterbrunnen, stets die wurtderbar erhaltende und beseligende Kraft des Gesetzes erfahren!, das es trug. Die Wochen vor allem, in welchen es! von Mizrajim durch die Wüste zu dem! Sinai gewandert und am Schilfmeer, am Bitterbrunnen, bei Manna und Wachteln, am| Haderfels und untermi Amaleksschwert die immer nahe Wundermacht Gottes — aber auch die eigene Ohnmacht, und den eigenen Ungehorsam und den eigenen Kleinmlut erfuhr, der immer noch zweifelnd sich fragte: ob wohl Gott bei mir ist oder nicht? — diese sieben Wochen waren vor allem1, in welchen es noch nach Jahrtausenden stets die höchsten Prüfungen zu!bestehen hatte, so oft es das Banner seines Gesetzes verloren hatte und erst wieder durch die Wüste — zum Sinai wandern soUte. Und durch diese Wochen des Uebergjangs, der Wanderung! und Prüfung geleitet uns das Gebot: Wochen! und Tage zu zählen. Wir zählen Wochen und sagen uns, wie glücklich auch die äußeren Zustände sich zu gestalten scheinen mögen, — mögen sie uns nimmer blenden! Wir!zählen Wochen und sagen uns, wie trübe sich auch die Zeiten gestalten und wenn auch Druck und Hohn, Verkennung und Gewalt uns die Tage unserer Wanderschaft umdüstern — Tage runden sich zu Wochen, — vorwärts liegt unser Ziel, — vollenden wir nur mutig und stark die Wochen der eigenen Umwandlung, der eigenen Prüfung und Läuterung, wandern wir nur mitten durch die Wüste zu den: Höhen des Sinai heran, auf dem!'Gipfel des Gottesberges wohnt das Gesetz und die Freiheit, — die Hand, die das Werk unserer Hände festigt, festigt auch die Hand für das Werk. S. R. Hirsch, Gesammelte Schriften IV. S. 115|U6. I Helft uns, die jüdische Wahrheit den jüdischen Häusern zu künden, den Geist des Mannes zu verbreiten, der wie kein zweiter imstande ist, die Problematik der Gegenwart zu klären und jüdische Persönlichkeiten zu erziehen. Tretet der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft bei! Büro der Rabbiner-Hirseh-Gesellschait, Frankfurt/M., Hanauerldstr. 15.