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Nahalat tsevi · 1933-03-01 · Heft 6-7 (März 1933) · p. Seite 216

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 6-7 (März 1933)
Date
1933-03-01
Page
Seite 216 (sequence 48)
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216 re zu verlassen, sondern wollen uns selbst helfen. Daher wollen wir den eigenen Staat haben. Der Judenstaat ist die einzige Lösung unserer Frage. Und deswegen müssen wir versuchen, dies jedem Juden klar zu machen. Und ich denke, dies ist bei jedem normalen Menschen möglich‘. Auf die Anormalen können wir verzichten.“-- Denkbar einfach ist auch der Weg des Brith Trumpeldor. Als Grundlage für die Erziehung einer neuen jüdischen Jugend gilt ihm der Wehrsport. Man empfindet es als Schmach, daß in jedem litauischen, polnischen und galizischen Städtchen Pogrome veranstaltet werden konnten von einer verschwindenden Minderheit gegen die vorhandene jüdische Mehrheit. Das Goluth habe in seiner Tendenz zur Vergeistigung des Judentums den primitivsten Urinstinkt des Menschen, das Sichseiner-Haut-Wehren, verkümmern lassen. Jetzt gilt es, das nachzuholen, was in zwei Jahrtausenden versäumt wurde. Da herrscht nun ein militärischer Drill, wie er auf keinem Kasernenhof besser sein könnte. In einem Brief aus einem Bundeslager heißt es: ״Disziplin, Ordnung und Arbeit herrscht in diesem Lager. Die Jugend steht früh morgens auf. 5 Uhr 57 Min. Nicht sechs Uhr, sondern 5 Uhr 57 Minuten. In 3 Minuten ist alles zum Appell bereit. Der Tag beginnt mit der feierlichen Hissung der Fahne. Die Trommel ruft die Betharim. Sie treten an, mit dem diensthabenden Leiter am׳ rechten Flügel. Vorne stehen die Leiter. Auf ein Zeichen beginnt die Trommel zu schlagen, und auf den Mast erhebt sich eine blau-weiße Fahne.“ Und im offiziellen Bericht über die Deutschland-Tournee eines!revisionistischen Führers heißt es anläßlich seines Besuchs im Lager des Berliner Brith Trumpeldor: ״Etwa 220 Betharim marschierten zur Begrüßung auf... Am Nachmittag fanden die militärischen Uebungen statt. XY konnte mit Befriedigung die Stärke und die ausgezeichneten Leistungen des Bethar unter der Oberleitung von.konstatieren.“ Man betreibt dort also Jiu-Jitsu, Boxen, man betätigt sich in wehrsportlichen Uebungen, lernt mit Revolvern und anderen kleinkalibrigen Waffen umgehen und trägt zu alledem eine bräunliche Uniform. Auch!die Mädels lernen eifrig Florett-Fechten. Damit auch sie sich wehren können.

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