Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- III (5693) 1932/33
- Issue
- Heft 6-7 (März 1933)
- Date
- 1933-03-01
- Page
- – (sequence 2)
- Belongs to
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Ein Wort an uns. i lie Männer, die unser Volk mit Redit die Weisen nennt, ■*־-^fürchteten keine Zeit und trugen vor keinem Geist der Zeiten Scheu. Sie kannten die Nichtigkeit eines jeden Geistes, der in Widerspruch gegen Gottes ewiges Gesetz seinen Boden sucht. Sie wußten גואלי חי ואחרון על עפר יקים, daß ihr Erlöser lebe und noch als der letzte dastehen werde, wenn auch alles andere sich als Staub der Vergangenheit erwiesen.Das wußten sie. Je trüber daher sie die Erkenntnis des Wahren und je schwankender sie die Treue für das Wahre in irgend einer Zeit erblickten, um so mächtiger fühlten sie sich beruien, mit Entschiedenheit das Wort dar Wahrheit zu sprechen, und mit doppeltem Ernst die Treue mit Tat zu besiegeln. — ״ ואתם עדי נאום ד ואני אלIhr seid meine Zeugen und ich bin Gott!" der Gottesruf bestimmte all' ihr Tun und Lassen, und Zeugnis abzulegen für Gott und sein heiliges Gesetz in Wort und Tat, im Leben und Sterben, das war der Inhalt ihres ganzen Seins. Und diesen Inhalt ihres ganzen Seins liefen sie um so entschiedener in die Zeit hinein leuchten, je verwaister und ärmer die Zeit erschien, je verlassener sie die Wahrheit erblickten und je mehr es Not tat, durch lautes, lebendiges Zeugnis das Bewußtsein der Wahrheit zu wecken und die Gemüter für Gott und sein heiliges Gesetz zu retten, in denen der Geist der Zeit noch nicht alle Empfänglichkeit für das Gute und Wahre ertötet. In welchem Umfang ihnen dies gelingen mochte, stellten sie Gott anheim. Noch weniger bekümmerten sie die politischen äußeren Zeitbe- Ziehungen. Sie lebten immer am Vorabend der Erlösung. מהרה יבנה בית המקדש Sie wußten es: ״Wenn auch der Feind vor den Toren, so braucht doch die Stadt noch nicht eingenommen werden; wenn auch die Stadt schon eingenommen, so braucht noch der Tempel nicht verbrannt zu werden; und wenn auch der Tempel eingeäschert, so braucht doch das Volk nicht zerstreut zu werden; und wenn auch die Zerstreuung bereits vollzogen, so ist doch die Erlösung jeden Augenblick nahe; aus dem tiefsten »Verfall“ tritt der Messias hervor und jeder Zeit ruft Gott sein ״heute“ entgegen. ״ היום אם בקולי תשמעוHeule, wenn Ihr auf meine Stimme hört! — (S. R. Hirsch Gesammelte Schriften II. S. 137/138.) Helft uns, die jüdische Wahrheit den jüdischen Häusern zu künden, den Geist des Mannes zu verbreiten, der wie kein zweiter imstande ist, die Problematik der Gegenwart zu klären und jüdische Persönlichkeiten zu erziehen. Tretet der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft bei! Büro der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft, Frankfurt/M., Hanauerldstr.15.