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Nahalat tsevi · 1932-12-01 · Heft 3 (Dezember 1932) · p. Seite 78

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 3 (Dezember 1932)
Date
1932-12-01
Page
Seite 78 (sequence 18)
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75 jenes Annäherndes der Liebe (d. h. wie das Christentum) auch nicht, dann steht uns der weise Herrscher, wenn er auch einige Milde hinzufügt, sehr fern... Gesetzt nun auch es sei wahr, daß die jüdische Religion wegen ihres Dogmenmangels, der aber auch eben leider Mangel der als das höchste anerkannten religiösen Ideen anzeigt, weit entwicklungsfähiger sei als andere.... so will dieses bloß so viel heißen als: Es lassen sich die verschiedensten Ansichten mit dem Judentum verbinden, eben ein Beweis, daß ihm fast keine liegt, und wir pressen dann aus einer nackten Hülse derart Erbauliches?“ Geiger war, wie er in demselben Briefe bekennt, auch der Hoffnung, daß die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele, an die er nicht glaube, bald aus dem Judentum schwinden werde. Trotz dieser innerlichen Abkehr von jedem positiven Inhalt des Judentums, sei es ganz oder halb oder Viertels positiv, verschmähte er nicht zu gleicher Zeit erbauliche eindrucksvolle Predigten für die ״Wiesbadener echten Landsleute“ zu halten. Soll das ein Vorbild für die liberalen Rabbiner sein? Wie faßte Geiger seine wissenschaftliche Aufgabe auf? ״Der Talmud muß weg, die Bibel, jener Komplex von meistens so schönen und erhabenen, vielleicht den erhabensten menschlichen Büchern muß als Göttliches weg; nur nicht für heute und nicht für morgen, aber Idas Ziel bleibt es und ist es, und so arbeiten wir in Verbindung mit allen wahrhaften ,Bestrebungen der Zeit, jund so fördern wir in der Studierstube mehr als durch hundert Predigten und vielfältige Erteilung des Religionsunterrichts.“ (Brief an Dernburg vom 8. November 1836.) In welcher Form bekämpfte Geiger wissens chaf11 i ch s ei n e G egn e r? In!einer Rezension des ״Chaurew“ und der ״Ersten Mitteilungen aus Naphtalis Briefwechsel“ von Rabbiner Hirsch in der wissenschaftlichen Zeitung für jüdische Theologie von 1839 (Seite 355) schreibt Geiger über Rabbiner Hirsch : ״Es!hat sich hier das Innere des Mannes so zum Ent-

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