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Nahalat tsevi · 1932-10-01 · Heft 1-2 (Oktober 1932) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
III (5693) 1932/33
Issue
Heft 1-2 (Oktober 1932)
Date
1932-10-01
Page
– (sequence 3)
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מי יעשר ומי יעני Aus einer Rausch-Haschono-Predigt von Robb. Dr. Raphael Breuer זצ׳ל. So oft am Rausch Haschono in unserer Gebetsliturgie von all den Schicksalsfügungen die Rede ist, die uns im kommenden Jahr bevorstehen können, ergreift!es mich1 immer wieder aufs neue, wie da ganz am Schlüsse erst die schlichten Worte stehen: ״ מי יעשר ומי יעניWer reich werden soll und wer arm werden soll.“ Wer leben und wer sterben soll, wer am Ziel, wer vor dem Ziel, wer durch Feuersglut, wer durch Wasserflut, wer durchs Schwert, wer durch Hunger, wer im Sturm׳, wer durch Seuche — das alles geht voraus. Wer!reich werden soll und wer arm werden soll — das steht zuletzt. Es gibt eine wunderbare Betrachtung unserer Weisen, die sich wie eine Illustration dieses nachhinkenden מי יעשר ומי יעני ausnimmt. בני ראובן ובני גד עשו את העיקר טפל והטפל עיקר, שחבבו נכסיהם יותר מגופן, שאמרו למשה גדרות צאן נבנה למקנינו פה תחלה ואהי׳כ ערים לטפנו, אמר להם משד. לא תעשו כך עשו את העיקר תחלה, בנו לכם ערים לטפכם ואה־כ נדרות לצונאכם .... אמר להם הקב״ה אתם חבכתם ממונכם יותר מנפשותיכם, חייכם אין בו ברכה שנאמר (משלי כי) נחלה מבוהלת בראשונה ואחריתה לא תבורך .... ואיזהו עשיר השמח בחלקו שנאמר (תהלים קכ״ח) יגיע כפיך כי תאכל אשריך וטוב לך. (תנחומא מטות) ״Die Söhne Rubens und Gads machten die Hauptsache zur Nebensache und die Nebensache zur Hauptsache, denn sie liebten ihr Geld mehr als ihr Leben. Denn zuerst sagten sie zu Moses: ״Schafhürden wollen wir hier für unsere Herden bauen.“ Und dann erst sagten sie: ״Städte für unsere Kinder.“ Da sprach zu ihnen Moses: ״Ihr dürft nicht so Vorgehen, ihr müßt die Hauptsache zuerst erledigen. Erst müßt ihr Städte bauen für eure Kinder und dann erst Hürden für eure Schafe!“ — Gott aber sprach, zu ihnen: Ihr liebtet euer Geld mehr als euer Leben. Nun denn, es wird kein Segen daran sein. Denn es heißt: ״Ein Besitztum, das vom Anbeginn mit überstürzter Eile erworben wurde, das wird am Ende keinen Segen bringen.“ Denn wer!ist reich? Wer sich seines Anteils freut. Denn es heißt: ״Wenn du genießest die Frucht deiner Arbeit, dann Heil und wohl dir!“ Den Söhnen Rubens und Gads ist auch tatsächlich die Ueberschätzung des materiellen Reichtums nicht gut bekom-

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