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Nahalat tsevi · 1932-08-01 · Heft 11-12 (August 1932) · p. Seite 382

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 11-12 (August 1932)
Date
1932-08-01
Page
Seite 382 (sequence 64)
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382 Bernheim: Sie schweigen? Alfred: Nun ׳habe ich Ihnen nichts mehr zu erzählen. Alles, was ich erlebt habe, wissen Sie jetzt. — Bernheim:- (Wird fortgesetzt.) Bücherschau. ספר מליצי אש על חדשי ניסן אייר תמוז ואב von Rabbiner A. Stern. Nove Zamky (Czechoslowakei). Wer hat nicht schon den Wunsch empfunden, daß auch die Jabvzeitstage unserer jüdischen Großen bewußter gehalten werden, als dieses im allgemeinen üblich ist. Wohl ist es der Stolz der wahren Wissenschaft des Judentums seit jeher gewesen (vergl. Gesammelte Schritten S. R. Hirsch Bd. 2, Seite 429/30 ff.) die Werke unserer Großen besser zu kennen und heimischer in ihnen zu sein, als in der Biographie ihrer Verfasser. Ein Wegweiser aber um beidem gerecht zu werden, gibt uns Rabbiner Stern in seinem bisher für die Monate Nissan bis Tamus erschienenen Werke, welches in zwei Bänden von insgesamt 461 Seiten zu jedem Tag dieser Monate nicht nur die Jahrzeitstage der Großen unseres Volkes nennt, sondern auch jeweils einen kurzen Überblick über deren Schaffen mit einem charakteristischen Zitat aus deren Weiken gibt. Das Buch stellt eine wertvolle Ergänzung des im Jahre 5670 erschienenen דבר יום ביומו von Knoller dar. Es ist ganz besonders Rabbinern und Lehrern zu empfehlen. Der erste Teil umfaßt Nissanjljar, der zweite Siwan/Tamus. Jeder Teil kostet geheftet Kc. 33.—, gebunden 39 Kc. und ist bei dem Verfasser, Rabbiner Abraham Stern, Nove Zamky/C. S. R. oder bei der Buchhandlung J. Kaufmann, Frankfurt a. M., Schillerst!•. 19 zu beziehen. E. Judentum und Zionismus, Dr. Eugen Müller. 125 S. Verlag Bachem/Köln. In der Folge der Palästina-Hefte des deutschen Vereins vom heiligen Lande, veröffentlicht Dr. Eugen Müller seine Eindrücke vom heiligen Lande und seine Anschauungen über den Zionismus. Von hoher kirchlicher Seite eingeleitet gibt das Werk zunächst einen historischen Überblick über die Judenheit. Abgesehen von kleinen Irrtümern, die dem Verfasser hier unterlaufen sind (vergl. insbesondere die Darstellung von Jakobs Wanderung S. 11), können wir seine Einstellung zum Rassischen nicht teilen, ebenso auch nicht seine Charakterisierung der Sephardim als des liberalen, der Aschkenasim als des reaktionären Teiles der Judenheit und die Identifikation der Pharisäer mit den Chassidim. Im allgemeinen wäre festzustellen, daß Verf. die Angaben des Jüdischen Lexikons als autoritativ betrachtet und er sich infolgedessen den Weg zu anderen, primären jüdischen Quellen verschlossen hat. Ebenso hat Verf. übersehen, daß es eine ganz stattliche Anzahl von orthodoxen Journalen gibf, die ihn infolgedessen auch nie beraten haben. Nur so konnte er behaupten, daß Misrachi eine Absplitterung der Aguda ist.

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