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Nahalat tsevi · 1932-08-01 · Heft 11-12 (August 1932) · p. Seite 368

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 11-12 (August 1932)
Date
1932-08-01
Page
Seite 368 (sequence 50)
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־ 368 dieser ׳letzten Gruppe werden politisch ״jüdisch-liberal“ sein, aber die ständige Auseinandersetzung im Kameradenbund mit andersgerichteten Gruppen wird im jüdischen Gemeindeleben, speziell im Leben der Großgemeinden, gute Früchte tragen, deren Ansätze schon 1930, anläßlich der Wahlen zur Berliner Jüdischen Gemeinde, sichtbar wurden: Die Söhne der liberalen Gemeindegewaltigen schlossen sich zu einer Gruppe von ״Jung- Liberalen“ zusammen, die bei aller Gemeinsamkeit mit den ״alten“ Liberalen in taktischen Fragen sich bewußt waren, ihr Dasein aus der Erstarrung eines seelenlosen Liberalismus befreien zu müssen und sich einer Form jüdischen Gemeinjschaftslebens zuzuwenden, das die lange genug behauptete Abwehrstellung verläßt Und freudig ein positives Verhältnis zum Judentum gewinnen will. VII. Zum Schluß ein wenig über die literarische Produktion des Bundes und etwas statistisches Material. Organ der Kameraden war der ״Bund“, der ursprünglich monatlich erscheinen!sollte,!aber aus Geldmangel und anderen inneren Schwierigkeiten oft nur einmal im Jahre herauskam. Als Ersatz galten dann!die ״Ringhefte“ mit ihrem starken Bemühen um ideologische Grundlegung des Bundes. Mitteilungsblätter mit hauptsächlich technischem Charakter und seit 1924 das ״Jungvolk“ für die Jüngeren erschienen noch bis in die ersten Monate dieses Jahres. Der Bund umfaßte Dezember 1931 etwa 1700 Mitglieder, davon in Berlin allein 400. Seiner Tendenz entsprechend beschränkte er sich nur auf Deutschland. Eingehendere, auch heute noch wichtige statistische Angaben finden sich im Bundesblatt 1928, wo die Mitgliederzahl auf ca. 1400 angegeben ist. Es ist dort eine von anderen Bünden in diesem Umfang leider unterlassene Gliederung niach Geschlecht, Alter und, Beruf ׳vorgenommen, die im wesentlichen bis 1932 galt. Von den Bundesmitgliedern waren 71,9% Jungens und 28,10/0 Mädels. Das Hauptgewicht der Erziehungsarbeit wurde auf die Jugendlichen im Alter von 13—16 Jahren gelegt, die 41,30/0 des Bundes umfaßten. Die restlichen Jahrgänge verteilten sich1: 10—13 Jahre 26,10/0; 16—20 Jahre 23,9%; über 20 Jahre 8,70/0. Recht instruktiv ist die Berufsschichtung im Kameradenbünd:

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