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Nahalat tsevi · 1932-08-01 · Heft 11-12 (August 1932) · p. Seite 339

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 11-12 (August 1932)
Date
1932-08-01
Page
Seite 339 (sequence 21)
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339 tiker über die Judenfrage. Verl. Tradition-Berlin) machen zwei Autoren, Ernst Johannsen und Hans B1 ü h e r darauf aufmerksam, daß die tiefsten Judengegner aus Instinkt Heiden sind, ״Helenen“. ״Manche haben eine heimliche Liebe für die alte Götterwelt ihrer Vorfahren; man mag darüber spotten, aber man glaube nur nicht, daß die Vorliebe vieler ״Christen“ und Christen für die Götterwelt der Alten eine zufällige Neigung war und ist“ (Johannsen). Johannsen erklärt damit den Antisemitismus eines Nietzsche. Noch ausführlicher wird diese Erscheinung von Hans B1 ü h e r in seinem philosophisch-theologischen Aufsatz: ״Die Erhebunng Israels gegen die Christliehen Güter“ behandelt. ״Nach der Meinung der Völkischen — im weitesten Sinne des Wortes — ist das Christentum ein fremder Import, nun gar ein solcher jüdischer Abkunft und Prägung, nach dessen Abschüttelung die altgermanische Licht- und ,Tugendreligion wieder zum Vorschein kommen müsse; durch sie wiederum könne der Aufstand der Nation gegen fremde Unterdrücker von außen und innen erst siegreich durchgeführt werden. Die Ansicht hat etwas außerordentlich Bestechendes an sich und es spricht zunächst fast alles für ihre Richtigkeit. Man spürt ja doch jeden Tag mehr und mehr das Sichregen urgermanischer Kräfte im Volk. Aber noch mehr: wie als müßte es so sein, tut!sich der Boden auf und reicht Schätze aus der vorchristlichen Germanenzeit heraus, die mit einem Schlage den langen Irrtum von der Wildheit und Barbarei unserer Ahnen zunichte machen. Wir haben es, das wissen wir heute, bei unseren Vorfahren mit einem Kulturvolk ersten Ranges zu tun, und dieses Volk ist durch die christliche Mission des Kaisers Karl gewaltsam seiner Heiligtümer beraubt worden. Der Sakralraub ist also, das lernen wir, das Mittel, um grundlegende geschichtliche Wenden in den Völkern herbeizuführen; und alle großen Kriege (es sind immer dreißigjährige) sind Religionskriege. Auch der, in welchem wir leben.“ Zwei Elemente hatte die germanische Urreligion: die Gerechtigkeit ,und den leidenden Gott. Diese Religion ist geboren aus der Volksseele der Germanen heraus. Karl der Große war also kein germanischer Herrscher, sondern ein fremder Eroberer ohne Treu und Glauben. Aber die germanische Voksseele formte sich ihr Christentum nach ihrem religiösen Bedürfnis um. Paulus und Luther haben erkannt, daß der Mensch nicht gerechtfertigt werden könne durch Erfüllung der Werke des

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