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Nahalat tsevi · 1932-02-01 · Heft 4 (Februar 1932) · p. Seite 131

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
II (5692) 1931/32
Issue
Heft 4 (Februar 1932)
Date
1932-02-01
Page
Seite 131 (sequence 34)
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״immer wieder Gelegenheit, seinen geistvollen Humor ״und sein gutes Herz zu bewundern. Liebenswürdig, ״entgegenkommend und für die kleinste Aufmerksam- ״keit dankbar, so steht er als ein Ueberragender vor ״uns. Wir alle können es noch nicht fassen, daß so viel ״Weisheit auf einmal und so plötzlich ausgelöscht sein ״soll. Das Denkmal, das sich Rabbiner Dr. Breuer ״durch sein Wirken errichtet hat, wird Generationen ״überdauern.“ Wie sehr es Rabbiner Dr. R. Breuer verstanden hatte, seine engsten Mitarbeiter aus der reichen Fülle seines Geistes und seines Herzens zu beschenken und sich das köstliche Angebinde wahrer Verehrung und tiefster Freundschaft zu erwerben, wurde aus den tief erschütternden Worten des Herrn Hauptlehrer Schloss, Aschaffenburg, ersichtlich, in welchen er das namens sämtlicher Lehrer des Distriktes aussprach: ״Wir sind Waisenkinder geworden und haben keinen ״Vater mehr. Ich weiß nicht, wofür ich zuerst danken ״soll. Zu viel sind die Wohltaten, die du als treuer Freund ״deiner Lehrer mir und allen meinen Kollegen im Be- ״zirksrabbinat erwiesen hast. Ich möchte die Kunst ״deiner Beredsamkeit und deiner Redegewalt haben, ״um zu schildern, wie unendlich groß der Verlust ist, ״den wir alle und ich persönlich erleiden.נפשו קשירה בנפשי ״Denn meine Seele war verbunden mit deiner Seele, ״und du wirst einen Teil meines Lebens ,mit in die Gruft ״nehmen. ״Du bist in die Höhen gerufen worden, aber dein ״Hinaufsteigen mein lieber Raw, mein lieber Vater, ״mein einzig bester Freund, ist für uns ein Hinunter- ״gleiten in dunkle Schatten. Was wird aus uns?“ Einen in unserer Zeit doppelt ergreifenden Anblick bot die wahrhafte tiefe Mittrauer der nichtjüdischen Bevölkerung Aschaffenburgs, die sich nicht nur in der Tagespresse bekundete, sondern auch darin, daß vom Gotteshäuse bis zum Friedliofe dichtes Spalier zu beiden Seiten die Straße säumte. Als berufener Dolmetsch dieser Gefühle sprach Herr Ober- Bürgermeister Dr. Matt es aus: ״Auch die städtischen Gremien stehen trauernd an ״der Bahre dieses ausgezeichneten Mannes, den wir ״aufrichtig schätzten, als ernsten Seelsorger und Mann

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