Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 4 (Februar 1932)
- Date
- 1932-02-01
- Page
- Seite 130 (sequence 33)
- Belongs to
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130 ״Treue hat er sich selbst gegenüber bewahrt — so ״ist er zu einem gottgefälligen geschlossenen, in sich ״geeinten und gefestigten Charakter geworden. Diese ״Treue brachte er den Anstalten und den Menschen ״seines Wirkungskreises entgegen und hat sich dadurch ״Achtung und Freundschaft, Liebe und Treue gesichert. ״Diese Treue hatte er in einem gerechten, flecken- ״losen Wandel Gott gegenüber gewahrt und ist da- ״durch ein Vorbild für weite Kreise geworden. Diese ״Treue bewahrte er dem heiligen Gottesworte der ״Tradition, dem Andenken seines unvergleichlichen ״Großvaters und seines über alles geliebten Vaters ״s. A. Diese Treue bewahrte er den großen Lehrern ״unserer Gemeinschaft, und er ist dadurch zu einem ״gewissenhaften Fortsetzer der großen Kette der ״Ueberlieferung geworden.“ ln geradezu packender Weise manifestierte sich das tiefe Weh der Aschaffenburger jüdischen Bevölkerung in all ihren Schichten um den Verlust des Mannes, von dem sie wußten, wie dies Herr Dipl. Ing. Freund als Vorsitzender der Gemeinde ausführte, ״daß er uns nicht allein gehörte, aber wir waren und ״sind stolz darauf, daß wir ihn besessen. Rabbiner Dr. ״Raphael Breuer sah seine Mission darin, den freien ״Willen der Menschen, auf die er Einfluß gewann, ״zum Guten zu lenken, ein Helfer des Herrn der Welt ״zu sein. Für die Aufrechterhaltung der ״gemeindlichen Einrichtungen im streng traditionellen ״Sinne setzte sich Rabbiner Dr. Raphael Breuer bis /um ״letzten ein, und wir fühlten, daß dies die Konsequenz ״seiner tiefen Frömmigkeit war. Die Gründung des ״Talmud-Thora-Vereins, des Vereins für rituelle Ver- ״pflegung jüdischer Geisteskranker in Lohr, der im ״Interesse der Gesamtheit des deutschen Judentums ar~ ״beitet, der jüdischen Hilfskasse, der jüdischen Not- ״darlehenskasse und schließlich des jüdischen Wohl- ״fahrtsamtes für Aschaffenburg und Umgebung ist im ״wesentlichen auf seine Initiative zurückzuführen. Seine ״Kenntnis der einschlägigen Materie und sein Rat ״brachten in allen auftauchenden Fragen die Entschei- ״düng. Aber auch im persönlichem Verkehr hatten wir