Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- II (5692) 1931/32
- Issue
- Heft 1-2 (November 1931)
- Date
- 1931-11-01
- Page
- Seite 27 (sequence 31)
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27 des gemeinsamen Lebens der ״heiligen Gesellschaft“ in Posen. Unter dem Titel זנרון דברים wurden sie von seiner Schwiegermutter Edel in Prag im ׳Jahre 5358 (1598) dem Druck übergeben. Das Hauptwerk sind die halachischen und agadischen Novellen חידושי הלכות ואגדות zu den meisten Talmudtraktaten. Zuerst wurden die halachischen und agadischen Novellen zumeist getrennt gedruckt; sie erschienen nach einander zu den einzelnen Traktaten. — Noch aus der Posener Zeit stammen die חידושי גדה, die bereits 5362 (1602) in Prag erschienen. Zusammenhängend wurden die Novellen zu 18 Traktaten im Jahre 5372 (1611) und zu weiteren 10 im Jahre 5381 (1621) gedruckt. Zu einigen Traktaten erschienen die Novellen gesondert. Später wurden dann alle Novellen oftmals 'zusammen gedruckt und auch den Talmudausgaben beigefügt. Zu mehreren Traktaten verfaßte R. Schemuel Elieser neue Novellen, die aber erst nach seinem Tode gedruckt wurden. — Seine Bemerkungen zu Raschis Pentateuchkommentar, die eigentlich nur eine Sammlung die betreffenden Stellen aus den Novellen zum Talmud sind, erschienen als חידושי מהרשא על פירש״י עה״ת והשבות על הרא״ם erst lange nach seinem Tode im Jahre 5477 (1717). Nicht erhalten sind uns seine Responsen, die zuweilen zitiert werden17. Die Lern- und Lehrweise. Die Talmudkommentare R. Schemuel’s sind das dauernde Zeugnis seiner Methode. Klarstes Verständnis des Talmuds, Raschi’s und der Tosaphot war sein Ziel. In scharfer Dialektik deckt er Schwierigkeiten auf und löst sie. Wo ihn die eigene Lösung nicht voll befriedigt, bemerkt er, daß die Frage noch der Ueberlegung bedarf צ״ע. Er liebt und schätzt die klare Dialektik, die nur die Feststellung der wahren Bedeutung einer schwierigen Stelle erstrebt. Solch wahren Pilpul nennt er הפלפול 18 של תורה. Scharf wendet er sich gegen dialektische Spielereien, die nicht der Klärung dienen, sondern der Lust an geistvollen Konstruktionen,9 ג פלפול של הבל, oder nur dem Ehrgeiz. Besonders verurteilt er den Mißbrauch des Pilpul zu Rechthaberei oder gar, um den Gegner in Verlegenheit zu setzen20. — 17 s. ט״ו לאה״ע סי, י״ו ם״ק מ״ם und Asulai ישם הגדולים Ein ganzes Responsum s. שרת הב״ח ההדשות סי׳ ל״ו. 18 Vgl. Sota 13 b s. v. ולו(למשהו ניתנה חבמת הפלפול של התורה :ר״י. 19 Vgl. Sab. 33a s. v. שלא יהא ארם מפלפל פלפול של הבל :פלפלת יאל שיהא כוונתך לפלפל בשכל וחכמה ודעת 90 Vgl. B. m. 59b s. v.יכי בכל דור ודור יש הלומדים בדרך נצוח וקנטור :חרוב