Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 3 (Januar 1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 14)
- Belongs to
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84 werdet Ihr uns schaden, daß Ihr durch den treulosen, an unserem Heiligtum begangenen Verrat, mit dem Ihr leichthin unseren Bruch heilen zu können vermutet, jede Heilung und jede Besserung bei den redlich ihres Weges Gehenden anrüchig gemacht habt, sodaß sie jede Neuerung abweisen werden, auch wenn sie in unseren heiligen Schriften begründet ist, aus Furcht, daß sie aus der trüben Quelle fließe, der Eure Pläne entstammen. Trotzdem blicken wir hoffnungsvoll auf Gott, daß er uns nicht verlassen und aufgeben werde, daß er unserem und Eurem Sinne sich zuwende, damit wir gemeinsam in den Wegen, Rechtsaussprüchen und Satzungen wandeln, zu welchen er unsere Väter verpflichtet hat. Mögen diese unsere Worte und die Worte all derer, die um Zion trauern, Gott unserem Gott nahe sein, auf daß Er das Seinem Volk und Seiner Thora Entsprechende in jeder Zeit vollziehe, damit alle Völker der Erde erkennen, daß Gott Gott ist und daß die Thora und die Mizwo, die Er unseren Vätern als Erbe übergeben, Seine Thora ist, nichts sonst. Amen; so möge sein Wille sein. Emden, 7. Tag Chanuka 5605. Was hat Rabbiner Hirsch unserer Zeit zu sagen? Rede gehalten anlässlich der am Vorabend des 27• IVweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahrzeitsgedenkfeier von Rabbiner Dr. Raphael Breuer. Aus den תשובת הגאונים berichtet Raschi in Jebamoth 122 a, daß schon in ganz alten Zeiten der Todestag eines großen Mannes der Ehrung seines Andenkens gewidmet war: יום שמת בו אדם גדול קובעים אותו לכבודו. So haben auch wir uns heute am Vorabend des 27. Tebeth hier versammelt, um uns die Frage vorzulegen, was der אדם גדול, der einst an diesem Tage seine Augen schloß,